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Überzahlung Lohn

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letzte Antwort am 30.04.2026 08:40:16 von zwilling
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LindaTu1
Beginner
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Nachricht 1 von 4
156 Mal angesehen

Hallo,

 

ich habe folgendes Problem:

Auf dem Konto 3720 ist im Soll ein Saldo von 154,30 €. Ich habe auch schon herausgefunden, dass 2 Mitarbeitern zu viel Lohn ausgezahlt wurde (138,10 € und 16,20 €).

 

Lasse ich den Saldo auf dem Konto 3720 so lange, bis er irgendwann über den Lohn verrechnet wurde?

Oder habe ich irgendwie die Möglichkeit, dass ich die beiden Beträge auf das Konto 1340 bekomme?

 

Wie würden die Buchungen aussehen, wenn die beiden Beträge nicht mehr von den beiden Mitarbeitern zurückgeholt / verrechnet werden können, weil sie ausgeschieden sind?

zieglerconsult
Erfahrener
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Nachricht 2 von 4
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Ja, das ist ein typischer Fall von zu viel ausgezahltem Nettolohn. Der Sollsaldo auf dem Konto 3720 (Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt) zeigt, dass mehr an die Arbeitnehmer ausgezahlt wurde, als tatsächlich geschuldet war. Wirtschaftlich betrachtet liegt damit eine Forderung gegenüber den Mitarbeitern vor.

 

In der Praxis empfiehlt es sich, diesen Betrag nicht dauerhaft auf dem Lohnverrechnungskonto stehen zu lassen, sondern sauber auf ein Forderungskonto umzubuchen. Im SKR04 bietet sich hierfür beispielsweise das Konto 1360 (Sonstige Vermögensgegenstände) an. Die Buchung lautet dann: 1360 an 3720 mit 154,30 €. Dadurch ist das Lohnkonto bereinigt und die Forderung korrekt in der Bilanz ausgewiesen.

 

Wenn die Beträge im Folgemonat über die Lohnabrechnung wieder einbehalten werden, kann man entweder den Saldo auf 3720 stehen lassen und automatisch verrechnen lassen, oder – sauberer – ebenfalls zunächst auf 1360 umbuchen und bei der späteren Verrechnung wieder zurückbuchen (3720 an 1360).

 

Sollte eine Rückforderung nicht mehr möglich sein, etwa weil die Mitarbeiter bereits ausgeschieden sind und keine Zahlung mehr erfolgt, muss die Forderung abgeschrieben werden. In diesem Fall erfolgt zunächst – falls noch nicht geschehen – die Umbuchung von 3720 auf 1360 und anschließend die Ausbuchung als Aufwand, zum Beispiel über ein Konto wie 6920 (Abschreibung auf Forderungen): 6920 an 1360 mit 154,30 €.

 

Wichtig ist dabei, dass es sich ausschließlich um ein Nettothema handelt. Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge wurden bereits korrekt abgeführt und werden durch diese Buchungen nicht mehr verändert.

cro
Experte
Offline Online
Nachricht 3 von 4
62 Mal angesehen

@LindaTu1  schrieb:

Hallo,

 

ich habe folgendes Problem:

Auf dem Konto 3720 ist im Soll ein Saldo von 154,30 €. Ich habe auch schon herausgefunden, dass 2 Mitarbeitern zu viel Lohn ausgezahlt wurde (138,10 € und 16,20 €).

 

Lasse ich den Saldo auf dem Konto 3720 so lange, bis er irgendwann über den Lohn verrechnet wurde?

Oder habe ich irgendwie die Möglichkeit, dass ich die beiden Beträge auf das Konto 1340 bekomme?

 

Wie würden die Buchungen aussehen, wenn die beiden Beträge nicht mehr von den beiden Mitarbeitern zurückgeholt / verrechnet werden können, weil sie ausgeschieden sind?


Der Lohnbuchhaltung zwei Vorschüsse zum Abzug im nächsten Monat mitteilen. Falls das nicht möglich ist (im Streit ausgeschieden, ungekündigt weg, etc.) auf Aufwand im Lohnbereich ausbuchen. Mit MA und Chef abstimmen.

zwilling
Einsteiger
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Nachricht 4 von 4
49 Mal angesehen

Guten Morgen,

 

"Die Buchung lautet dann: 1360 an 3720 mit 154,30 €. Dadurch ist das Lohnkonto bereinigt und die Forderung korrekt in der Bilanz ausgewiesen."

 

Oder eben, wie es ja dein Wunsch ist, 1340 an 3720, wenn es zeitnah zu verrechnen ist. So machen wir das auch.

 

Wenn es aussichtslos ist, buchen wir das zum Jahresabschluss auf 6300.

 

VG

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letzte Antwort am 30.04.2026 08:40:16 von zwilling
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