Stop! Sie werfen jetzt mehrere Dinge in einen Topf, die miteinander nichts zu tun haben! Mein Mandant - der Verkäufer - hat mit den Käufer-Buchhaltung nichts zu tun stellt also nur diese beiden Datenfelder zur Verfügung, würde aber gerne in seiner Buchhaltung auch den Buchungssatz automatisiert erhalten und muss deswegen seine beiden Konten in der E-Rechnung unterbringen. Im Ursprungspost sah es so aus, als würden Sie bei dem Empfänger in der Buchhaltung eine Automatisierung vornehmen. Jetzt sind wird aber bei: Der Verkäufer möchte mehr automatisieren. Komplett anderer Sachverhalt. In der E-Rechnung selber können Sie die buchungsrelevanten Informationen nicht unterbringen. Im DATEV-Umfeld müssen wir die Belege und Buchungsstapel (Beispiel: CSV mit mehreren Buchungssätzen) in Einklang bringen. a) Aus Ihrem ERP werden beide (Belege und Buchungssätze) in den Buchungsdatenservice übergeben. Hier gelten die Vorgaben für die Schnittstelle (siehe Developer-Bereich: https://developer.datev.de ). b) Sie übergeben aus dem ERP Beleg und Buchungssätze in einen lokalen Ordner. Wenn die beiden Informationen noch nicht verknüpft sind, könnten Sie dies mit dem "ISWL Beleg2Buchung" durchführen. DATEV ISWL Beleg2Buchung - Szenarien für den Einsatz bei Kanzlei und Mandant c) Wenn Sie die Verknüpfungsinformationen (Belege mit XML-Datei) und die Buchungssätze inkl. GUID ausgeben können, würde das ISWL entfallen. Die Belegstapel werden mit Belegtransfer an Unternehmen online übertragen und die Buchungsstapel in Rechnungswesen eingelesen und verbucht. Stand heute ist das Thema E-Rechnung in der Umsetzung deswegen überhaupt nicht buchhalterisch automatisierbar. Doch, das Einlesen und stapelweise verarbeiten von Buchungen geht bei DATEV schon seit Jahrzehnten. Entweder im DATEV-Format (CSV mit DATEV-Formatvorgaben) oder als ASCII-Dateiimport. Seit es Belege online gibt, auch mit Belegverknüpfungen. Da verweise ich nochmal auf "Buchungsdatenservice" oder "ISWL Beleg2Buchung". Und bei vielen Mandanten seit Jahren im Einsatz. Die E-Rechnung ist hier als "Schuldige" gar nicht ausschlaggebend. Das ERP muss hier Buchungssätze generieren und als CSV für DATEV bereitstellen. Die E-Rechnung ist hier eventuell derzeit ein "Treiber" um Prozesse in Unternehmen neu zu organisieren. Die Mechanismen gab es aber schon. wenn DATEV UO die Daten aus der E-Rechnung nicht extrahieren kann Könnte es und wird auch bei den Eingangsrechnungen durchaus angewendet. Endbetrag, Rechnungsnummer, Rechnungsbetrag. Kunde wird aus den Stammdaten identifiziert (mal gut, mal weniger gut) und als Sachkonto wird das zuletzt genutzte vorgegeben. Das funktioniert mit Lerndatei oder ASR (AutomatisierungServiceRechnungswesen). Das ist hier bei Ihnen aber eigentlich nicht das Ziel! Wir müssten - obwohl alle relevanten Daten dazu in der E-Rechnung vorhanden sind - nur für die Buchungsproblematik wieder eine Software erstellen, die die Buchungen samt Belegbildverknüpfung mit dem Programm "DATEV Buchungsdatenservice" über die DATEV-API direkt nach DATEV UO, von dort dann nach Kanzlei-Rechnungswesen transportiert (für die Verkäufer-Buchhaltung). Korrekt, liegt aber (noch) an dem Aufbau der verschiedenen Plattformen. Und den Abhängigkeiten, und den Kompatibilitäten, und.... Das jetzt in Gänze zu erläutern, führt zu weit. Kurz: Die Anwendungen sind in der Historie dazu gebaut worden, um Buchhaltungen in der Kanzlei für Mandanten zu erstellen. Zu einer Zeit wo wir über Automatismen überhaupt nicht nachgedacht haben. Heißt: Geschlossene onPremise-Systeme, die nur auf Zuruf arbeiten. Mit Unternehmen online begann der Umbau... Und die Nutzung von zwei Welten. Mit Abhängigkeiten... Ob nun DATEV diesen Knoten mit der geplanten Strategie bis 2030 (DATEVcloud-Betrieb) auflösen wird? Keine Ahnung, möglich und denkbar. Stand heute: Nein. Wozu braucht es dann ein DATEV E-Rechnungsportal, Und das hat genau damit überhaupt nicht nichts zu tun! Das ist vereinfacht, nur eine Austauschplattform von Verkäufer an Käufer. Nicht mehr und nicht weniger. Fazit für Sie: ERP-System mit den genannten Schnittstellen anbinden. Und damit leben, dass Sie keine gänzliche Automatisierung vom Beleg zum Buchungssatz haben werden. Es werden einzelne Schritte (Übertragen der Belege/Buchungen --> Abholen der Buchungsstapel --> Verarbeitung in Rechnungswesen) leben müssen. Wenn die Informationen aus dem ERP entsprechend korrekt sind, ist der Aufwand überschaubar, da im Rechnungswesen die Buchungen nicht mehr erfasst oder angefasst werden müssen. Insofern sind Sie auf dem (derzeit) richtigen Weg. Beste Grüße Christian Ockenfels
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