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Automatischer Versand von E-Rechnungen

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letzte Antwort am 28.05.2026 11:22:19 von chrisocki
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ldt
Beginner
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795 Mal angesehen

Wir haben heute die ersten E-Rechnungen mit Auftragswesen Next in Unternehmen Online erstellt. Anders als die klassischen PDF-Rechnungen, verschickt DUO die E-Rechnungen direkt selbst. Das wirft eine Reihe von Problemen auf:

 

  • Die Rechnungsempfänger erhalten eine Mail von e-invoice@datev.de – einer Adresse, die nichts mit unserem Unternehmen zu tun hat – und sollen daraufhin eine Rechnung begleichen. Da schrillt doch beim gut geschulten Personal der Phishing-Alarm.
  • Der Inhalt der Rechnung ist von uns nicht editierbar oder auch nur einsehbar. Es werden in unserem Namen beliebige Mails in der CI der Datev verschickt. Die Außenwirkung ist verheerend.
  • Sollte die Mail nicht zugestellt werden können, weil z.B. der Spamfilter des Empfängers die Mail abweist, werden wir das nie erfahren. Die Fehlermeldung läuft ja nur bei e-invoice@datev.de auf. Bei Rechnungen, die wir selbst verschicken, geht auch bei uns ein etwaiger Unzustellbarkeitsbericht ein und wir können reagieren.
  • Üblicherweise hängen wir Stundenzettel als Leistungsnachweise an unsere Rechnungen. Die werden bei E-Rechnungen auch im Auftragswesen Next als Beleganhang gespeichert und angezeigt, aber nicht versandt. Bei klassischen PDF-Rechnungen ist das aber bislang der Fall, hier wird eine Mail mit Rechnung und Stundenzettel als Anhang erzeugt.

 

Wie schalten wir den automatischen Versand von E-Rechnungen ab?

m_brunzendorf
Meister
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Nachricht 2 von 7
768 Mal angesehen

Zum 1. Punkt kann ich nur sagen:

 

entweder fragen wir vorab beim Mandanten nach seiner (ggfs. gesonderten) Email-Adresse, an die wir die E-Rechnungen schicken sollen und sagen ihm im gleichen Moment wie der zukünftige Ablauf des Versands abläuft, oder wir schicken ihm einmalig eine Email in der der zukünftige Ablauf des Versands der E-Rechnung abläuft.

 

Es ist bei jedem Mandant eine einmalige Umstellung, da finde ich persönlich es vollkommen in Ordnung, den Mandant über den zukünftigen Ablauf zu informieren.

 

Viele Grüße

„Rette die Cheerleaderin, rette die Welt!“
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VerenaWied
Meister
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Nachricht 3 von 7
708 Mal angesehen

@ldt  schrieb:

Wir haben heute die ersten E-Rechnungen mit Auftragswesen Next in Unternehmen Online erstellt. Anders als die klassischen PDF-Rechnungen, verschickt DUO die E-Rechnungen direkt selbst. Das wirft eine Reihe von Problemen auf:

 

  • Die Rechnungsempfänger erhalten eine Mail von e-invoice@datev.de – einer Adresse, die nichts mit unserem Unternehmen zu tun hat – und sollen daraufhin eine Rechnung begleichen. Da schrillt doch beim gut geschulten Personal der Phishing-Alarm.

Ja ist so und ist unschön, geht uns Kanzleien übrigens auch so.

 

  • Der Inhalt der Rechnung ist von uns nicht editierbar oder auch nur einsehbar. Es werden in unserem Namen beliebige Mails in der CI der Datev verschickt. Die Außenwirkung ist verheerend.

s.o.

 

  • Sollte die Mail nicht zugestellt werden können, weil z.B. der Spamfilter des Empfängers die Mail abweist, werden wir das nie erfahren. Die Fehlermeldung läuft ja nur bei e-invoice@datev.de auf. Bei Rechnungen, die wir selbst verschicken, geht auch bei uns ein etwaiger Unzustellbarkeitsbericht ein und wir können reagieren.

 

Ja, ich glaube in AW next gibt es noch keine Verfolgbarkeit. 

 

  • Üblicherweise hängen wir Stundenzettel als Leistungsnachweise an unsere Rechnungen. Die werden bei E-Rechnungen auch im Auftragswesen Next als Beleganhang gespeichert und angezeigt, aber nicht versandt. Bei klassischen PDF-Rechnungen ist das aber bislang der Fall, hier wird eine Mail mit Rechnung und Stundenzettel als Anhang erzeugt.

Die Anhänge sind bei der E-Rechnung im Anhang mit drin, wo auch die XML Datei eingebettet ist. Die werden schon mit versendet, aber sind intuitiv nicht direkt sichtbar.

VerenaWied_0-1739539074111.png

 

 

 

 

Wie schalten wir den automatischen Versand von E-Rechnungen ab?


Im Kunden auf PDF-Rechnung stellen. Dann wird aber keine E-Rechnung erzeugt.

E-Rechnung = IMMER Versand über DATEV (E-Rechnungsservice). Das lässt sich nicht ändern.

ldt
Beginner
Offline Online
Nachricht 4 von 7
671 Mal angesehen

Die Anhänge sind bei der E-Rechnung im Anhang mit drin, wo auch die XML Datei eingebettet ist. Die werden schon mit versendet, aber sind intuitiv nicht direkt sichtbar.

Stimmt, das konnte ich jetzt nachvollziehen. Muss man natürlich wissen. Danke!

 

Grundsätzlich muss Datev hier nachbessern. Der E-Rechnungsversand ist in seiner jetzigen Form Murks.

DATEV-Mitarbeiter
Kristina_Bluhm
DATEV-Mitarbeiter
DATEV-Mitarbeiter
Offline Online
Nachricht 5 von 7
628 Mal angesehen

Hallo @ldt,

 

ein automatischer Versand ist zunächst weiter angedacht, jedoch wird dies beobachtet und Möglichkeiten geprüft.
Rückläufer an e-invoice@datev.de werden an den Versender weitergegeben und wer auf Antworten auf die Mail klickt wird auch auf die Mail des Versenders umgeleitet
Anhänge werden in der E-Rechnung berücksichtigt. Diese finden sich eingebettet entweder im PDF (ZuGFerd) oder im XML (XRechnung)


Die Mailadresse sollte einmal bekanntgemacht werden beim Rechnungsempfänger. Darüber informieren wir auch im Dokument  DATEV Auftragswesen next - E-Rechnung erstellen 

 

 

Freundliche Grüße Kristina Bluhm
Online-Lösungen Rechnungswesen | DATEV eG
frzu
Beginner
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Guten Tag @Kristina_Bluhm,

 

wir haben gerade wieder eine Anfrage von unseren Mandanten zu diesem Thema erhalten. Er schildert, dass seine Kunden oft irritiert sind, da in seinem Namen versendet wird, aber er eben die Mail nicht selbst schreibt. Daran gewöhnen sich die Kunden ja noch, aber er schildert auch, dass die DATEV Mail oft nicht durch- bzw. ankommt. 

 

Daher die Frage: 

Wann tut sich hierzu etwas? Gerade kleinere Unternehmen bei Nutzung von Auftragswesen next (aber auch wir als Steuerkanzlei über die Rechnungsschreibung) benötigen dringend die Möglichkeit wieder selbstbestimmt die E-Mail zur Rechnung zu schreiben statt dem automatisierten Versand über DATEV.

 

Freundliche Grüße nach Nürnberg.

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chrisocki
Experte
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Daher die Frage: 

Wann tut sich hierzu etwas? Gerade kleinere Unternehmen bei Nutzung von Auftragswesen next (aber auch wir als Steuerkanzlei über die Rechnungsschreibung) benötigen dringend die Möglichkeit wieder selbstbestimmt die E-Mail zur Rechnung zu schreiben statt dem automatisierten Versand über DATEV.


Moin @frzu,

 

da wird sich (meiner Meinung nach) nichts mehr ändern. Eher das "Gegenteil". DATEV will, möchte und wird sich für den zukünftigen Rechnungsversand als Dienstleister etablieren. 

--> Eine Diskussion hierzu gab es schon zuhauf in der Community. 

 

Wir müssen uns leider auch im Klaren sein, dass die E-Mail als Versandmedium immer mehr zu einem Problem wird. Die Mechanismen sind aus den 1960er und entsprechend an die heutigen Anforderungen (insbesondere Sicherheitsaspekte) nicht anpassbar. 

Alle Mechanismen zur SPAM-Abwehr (TLS, SPF, DKIM, DMARC) sind aus meiner Sicht fast "hilflose" Versuche die Probleme in den Griff zu bekommen. Und man ist immer noch nahezu hilflos dem ausgeliefert, was mein Empfänger so unterstützt. Der "normale" (nicht abwertend) hat schlicht keine Chance dies im Vorfeld zu erkennen, zu prüfen oder zu umgehen oder seinen Versand mundgerecht anzupassen. 

 

Und dann haben wir die Situation, dass eine zugestellte Mail immer noch nur bedingt "vertrauenswürdig" ist. Wenn die Mail nicht mit einem digitalen Zertifikat (S/MIME o.ä.) gesichert ist, hat der Anwender (Rechnungsempfänger) keine Chance dieser Mail und der beigefügten Rechnung zu 100% zu vertrauen.

 

Fazit: Mail ist als Übertragungsweg eigentlich kaputt und nicht nutzbar.

 

Die Alternativen sind TRAFFIQX, Peppol, SmartTransfer o.ä. Hier kümmern sich Datentransferdienstleister um die Entgegennahme der Rechnungsdaten, Übermittlung, Sicherstellung der Übermittlung, Empfang der Rechnungsdaten.

Hier ist keine klassische Mail im Einsatz, die Daten werden über verschlüsselte Verbindungen und Schnittstellen ausgetauscht. Für Angreifer, die manipulierte Rechnungen verteilen wollen ein Graus... Für den Rechnungsempfänger und -versender hingegen eine sichere Sache. 

 

Genau hier wird sich die DATEV zukünftig immer mehr positionieren. Und dann kann Ihnen egal sein, wie die Rechnung übermittelt wird. Sie fakturieren und DATEV übermittelt. Heute noch mehrfach als E-Mail, wenn Portale wie DATEV-E-Rechnungsportal zum Einsatz kommen, eben die Alternativen.

 

Fremdanbieter, die in ihrer Fakturierungssoftware heute noch nur und ausschließlich E-Mail als Transport anbieten, werden sich (meiner Meinung nach), zumindest für den B2B-Bereich anpassen müssen. 

Im B2C sieht es da anders aus. Private Rechnungsempfänger werden außer der Mail keine Chance haben und auch nicht nutzen wollen.

 

 

Damit wir uns richtig verstehen:

- der derzeitige Versand über DATEV (e-invocice@datev.de) inkl. der Außenwirkung ist schlicht <bleep>

- Kanzleien haben den Drops zumeist mit Zähneknirschen geschluckt

- hätte man DATEV-seitig besser darstellen und kommunizieren können

- u.s.w.

 

 

Wie gesagt, meine persönliche Meinung und Sichtweise, ich bin nicht von DATEV und ich nehme hier DATEV auch nicht in Schutz. 

 

Beste Grüße
Christian Ockenfels

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letzte Antwort am 28.05.2026 11:22:19 von chrisocki
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