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DATEVasp: Lokaler Server noch nötig?

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letzte Antwort am 11.03.2026 22:52:40 von quantenjoe
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marcow
Einsteiger
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Guten Tag,

wir beschäftigen uns gerade mit der Frage, ob neuer Server oder DATEVasp oder SmartIT kommen soll.

Auf jeden Fall ist es ja dann so, dass bei ASP oder SmartIT der Server eigentlich nicht mehr gebraucht wird.

Jetzt wollte ich aber mal fragen, wie das bei euch so in der Praxis läuft: Wird dann alles nur noch über ASP gespeichert, oder wird im Hintergrund trotzdem noch ein Server (der ja eigentlich kaum noch was leisten muss) betrieben, um z.B. ein lokales Netzlaufwerk zu haben.

 

Vielleicht habe ich da auch einen Knoten in den Hirnwindungen, aber eigentlich sollte es doch völlig ohne Server klappen, oder?

 

Wäre nett, wenn jemand etwas aus der Praxis berichten kann.

 

vielen Dank 🙏

 

tax
Erfahrener
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Hallo,

 

ein lokaler Server wird nicht mehr benötigt.

Nur Switch, Firewall usw.

 

Der ASP Server ist ja wie ein lokaler Server, auf dem gibt auch zB auch Netzlaufwerke wo ihr frei Sachen abspeichern könnt.

 

VG

Tax

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janm
Meister
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"Es kommt drauf an". Insbesondere was "der Server" derzeit so alles macht.

 

  • Sind alle Anwendungen im DATEVasp (SmartIT) einsetzbar?
  • Möchte man die Geräte weiter zentral verwalten? (Wofür es nicht zwingend einen lokalen Server braucht.)
  • Gibt es ggfs. reichlich "Archiv Daten" o.ä., die im ASP einfach nur Platz fressen und Geld kosten?
  • Telefonanlage o.ä.?
  • ...
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marcow
Einsteiger
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Die Telefonanlage läuft auch in der Cloud. 
Für die Altdaten hatten wir mal ein NAS z.B. von Synology ins Auge gefasst, damit der ASP- Server nicht „zugemüllt“ wird mit Dingen die man wahrscheinlich sowieso nicht mehr braucht. 

Vielen Dank für den Input. 

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quantenjoe
Fachmann
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Moin Moin,

 

jetzt noch einen eigenen Server zu kaufen kann ich nicht empfehlen. So wie MS Cloud und Browseranwendungen immer mehr durchsetzt, muss auch Datev sich anpassen und die Cloud mit ihren Anwendungen im Browser bereitstellen. On Premise stirbt aus, das ist leider so. Auch wenn ich die Zeitziele der Datev nicht glaube, bis sich ein eigener Server rentiert, wird die Zeit nicht reichen. Zumal, wenn Datev eine Anwendung meint, fertig zu haben, wird das On Premise-Programm abgeschaltet. D.h., die Zahl der lokalen Anwendungen reduziert sich ohnehin. Und mit dem Browser auf einem Terminalserver oft oder gar weitgehend zu arbeiten macht wenig Sinn.

 

ASP (Datev oder Partner) ist für den Übergang sicherlich sinnvoller. Datev ASP kostet meist mehr nach meiner Erfahrung. Wenn man einen guten (Datev-) Admin hat oder besondere Datenschutz-/Compliance-Ansprüche hat, ist Partner-ASP wohl eher die bessere Wahl. Datev ist da sehr starr und strikt. Und bei Updates von Fremdprogrammen kann man auch mal in eine Update-Falle laufen: Das Update muss installiert werden, sonst geht nichts, doch Datev installiert es nicht automatisch. Folge: Ausfälle.

 

MS Teams Telefonie ist zumindest in Datev ASP nach meiner Erfahrung grottig. Teams ist allerdings sowieso eher was für den Client-PC/-Notebook. Das gilt auch für Partner  ASP. Das integrieren von Telefonsoftware, genauso wie  Druckserver ist in Partner ASP (wieder nach meiner Erfahrung) viel einfacher und erlaubt einem Admin besserre Verwaltungsmöglichkeiten. Bei Datev habe ich ziemliche Katastrophen erlebt - was Folge der strikten Datev-Policies sind.

 

Ältere Daten im in den Datenbanken in ASP weiter zu speichern oder "lokale" Archive aufzubauen, ist nicht leicht zu entscheiden. Bei DMS z.B. sind Knigge und Suchfunktionen eine wichtige Hilfe. Auch beim jährlichen Löschen nicht mehr aufbewahrungspflichtiger Daten ist es einfacher mit den Datenbanken in ASP zu arbeiten. Der Aufwand ein Archiv z.B. auf einem NAS zu verwalten (und jährlich Daten dort zu sichern und halt alte Daten auch zu löschen) erfordern auch einen Aufwand. Da stellt sich die Frage, was kommt der Kanzlei am Ende billiger und werden vielleicht Ressourcen so gebunden, die besser anderweitig genutzt werden können.

Außerdem muss man beim Archiv auch dafür sorgen, dass die Daten auslesbar bleiben. Was letztlich die Frage aufwirft, wie lange unterstützt Datev ein Sicherungsformat? Und wohin wird in ZUkunft die Sicherung eingespielt. 

 

Das sind so einige Überlegungen von mir.

 

Ich habe bei unserem On Premise Server vor 1,5 Jahren empfohlen, den nicht zu erneuern. Meinen Argumenten ist die Geschäftsführung damals auch gefolgt - nicht zum Nachteil der Kanzlei.

 

ASP scheint mir zur Zeit die bessere Alternative zu sein, würde mich aber nicht allzu lange binden wollen

 

Haben Sie ein IT-Team oder zumindest einen kompetenten Administrator kann Partner ASP von Vorteil sein. Muss es aber nicht.  Nutzt man nur die Datev-Programme ohne große Besonderheiten mag Datev ASP vielleicht das Richtige sein.

 

In die Zukunft der nur-Cloud-Anwendungen geschaut (die Kristallkugel des Spökenkiekers angeworfen), scheint mir vor allem wichtig zu sein, die Clients und vor allem den Browser kanzleiweit zu beherrschen. Insbesondere welche URLs dürfen Javascript frei nutzen, möglicherweise sogar eine Whitelist zum Arbeiten anlegen (was dann erstmal viel Arbeit mit sich bringt, denn neben Datev wird jeder Mitarbeiter auch andere Webseiten nutzen müssen für sein Arbeit.  Tolle Addons wie Noscript werden aus den Browser verdrängt. Das Tracken der Mitarbeiter zu unterbinden wird immer schwerer un die Gefahr ist dabei nicht nur, dass eine Kanzlei durchsichtiger wird und das für Mitarbeiter auswertbare Profile erstellt werden, sondern auch, dass aus den Informationen gezogen werden können, die die Vertraulichkeit gegenüber Mandanten gefährdet..

 

 

Lange Rede, kurzer Sinn:

1. On Premise ist am Sterben, ASP ist die Übergangslösung.

2. Die Vorbereitung auf die Nach-ASP-Zeit schon jetzt beginnen.

 

HTH

QJ

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letzte Antwort am 11.03.2026 22:52:40 von quantenjoe
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