Hallo Community,
vorweg: Alles, was die Digitalisierung zu bieten hat, trifft bei mir auf große Begeisterung - zumindest wenn es Sinn macht. Über die Einführung von Meine Steuern war ich sehr begeistert. Dem folgte aber ziemlich schnell Ernüchterung.
Ich habe nun ein paar Steuererklärungen über Meine Steuern abgewickelt. Die Einrichtung ist einfach und schnell erledigt und - wie ich meine - hervorragend von DATEV umgesetzt. Der Upload der Belege und die Zuordnung ist bereits mäßig. Womit ich aber grundsätzlich Probleme habe, ist die schnelle Bearbeitung der Steuererklärung. Vielleicht mache ich da ja einen grundsätzlichen Fehler, aber wenn ich auf die Belegzuordnung verzichte und die Eingaben manuell in der Steuererklärung erfasse, bin ich gefühlt 50% schneller. Generell finde ich die Belegzuordnung zu den entsprechenden Feldern einfach zäh und sehr zeitaufwändig. Wenn es da eine "Kontonummer" für das entsprechende Erfassungsfeld geben würde - analog zu SKR 03/04 oder der ESt-Belegbuchung - dann wäre das aus meiner Sicht deutlich effizienter.
Welche Erfahren habt Ihr / Sie mit Meine Steuern? Ist es möglich, mit Meine Steuern die Bearbeitungszeit zu verringern oder zumindest nicht zu erhöhen?
Gibt hier auch schon mehrere Threads zu.
Eine Verkürzung der Bearbeitung konnte ich auch nicht erreichen. Je größer der Fall desto größer bzw. länger sind die Bearbeitungen.
Ich kann hier gar nicht alle "Unzulänglichkeiten" aufzählen aber es sind schon viele.
Es ist aber generell so: Je tiefer wir uns mit den Programmen beschäftigten desto eher tauchten Dos-Fenster und Fehler auf. Mit Ausnahme von RZ-Bankinfo haben wir durch unsaubere OCR, Programmierungen oder nicht fertig gedachte Funktionswege kaum Zeitersparnisse.
Nach Jahren ist es "schöner" die angehefteten Belege einfach zu öffnen anstatt irgendwo zu suchen.
Dennoch stehen wir eher auch "Kriegsfuß" mit der Datev KI - sieht unser Kundenbetreuer natürlich anders
Damit wären wir beim Thema: Energie, Zeit und Aufwand in Programme aus früheren Zeiten investieren, wo uns DOS Fenster und Windows 98 Icons begrüßen oder: damit erstmal leben, bis DATEV uns zeitgemäße, von Grund auf neu entwickelte und nach aktuellem Standard geschriebene Software anbietet. Daher wird DATEV weniger die alten Anwendungen noch mit neuen Features versehen, als mehr den Fokus auf völlig neue Programme legen, die gleich Cloud-fähig sind.
Wir bräuchten halt jetzt aktuelle, zeitgemäße Programme aber da hat DATEV leider auch nicht unendlich Ressourcen.
Ich will die DATEV nicht in Schutz nehmen aber genau das war auch Thementeil des Dialograums Community.
Ehrlich gesagt bin ich erstaunt, dass man mit ESt überhaupt Belege aus der Cloud verknüpfen kann 😲. Die DATEV weiß, dass vieles an vielen Stellen nicht optimal ist aber mit einem Fingerschnipp ist es leider nicht getan und wir wollen ja zusammen mit DATEV schauen, wohin man sich entwickeln kann, um die Wogen etwas zu glätten.
Dazu kommen aktuell und in Zukunft noch vermehrt das Thema: APIs und offene Schnittstellen. Heißt, eine neue Version von ESt könnte vielleicht mit externen 3. Programmen reden, die im Kern 10x besser sind und DATEV muss das Rad ja nicht immer an allen Stellen neu erfinden.
Aktuell: nachvollziehbar aber sehr schwierig das Thema 😕.
DATEV versucht halt immer noch aus einem Würfel ein Ball zu machen, mit allen Unzulänglichkeiten.
Mehr will hierzu gar nicht anmerken, da die Programme entwicklungstechnisch noch aus dem letzten Jahrtausend stammen und dort noch die Kennziffernlogik herrschte. Die gleiche Programmlogik verbirgt sich nämlich immer noch dahinter. 😁
Gruß Achilleus
X-beliebiges Beispiel Datev Logik
aus Datev Marketing - einfach so abgeschnitten das man nicht sehen kann was man alles als Anlage versenden will.....
@Gelöschter Nutzer schrieb:Gibt hier auch schon mehrere Threads zu.
Habe ich gesucht, aber nicht gefunden. 🙂
Es ist aber generell so: Je tiefer wir uns mit den Programmen beschäftigten desto eher tauchten Dos-Fenster und Fehler auf. Mit Ausnahme von RZ-Bankinfo haben wir durch unsaubere OCR, Programmierungen oder nicht fertig gedachte Funktionswege kaum Zeitersparnisse.
Mit DUO kommen wir sehr gut zurecht, wir benötigen weniger Zeit und die Fibu ist deutlich aktueller. Auch sind die Mandanten begeistert, wenn Sie keinen Pendelordner mehr richten müssen und die Belege mittels Upload Mail oder Portalen automatisiert hochladen können und in der Regel keinen Scanner benötigen.
Aber bei Meine Steuern fehlt mir jeglicher Ansatz, eine ESt-Erklärung mit mehr als 20 Belegen und einer Belegverknüpfung schnell zu erstellen. Wir scannen seit fast 10 Jahren bereits alle ESt-Belege nach einer vorgefertigten Reihenfolge ein, so dass die Belegsuche auch bei 400 Seiten höchsten 2 Minuten benötigt (zuzüglich dem Scannen von rund 10 Minuten). Die Belegverknüpfung ist daher nicht der wahnsinnig große Vorteil. Aber viele Mandanten wollen die Belege elektronisch zur Verfügung stellen, was kein Problem ist, aber es wäre nur sinnvoll, wenn ich diese Belege direkt verarbeiten könnte. Das bekomme ich aber mit Meine Steuern nicht effizient hin.
@Gelöschter Nutzer
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Mehr will hierzu gar nicht anmerken, da die Programme entwicklungstechnisch noch aus dem letzten Jahrtausend stammen und dort noch die Kennziffernlogik herrschte. Die gleiche Programmlogik verbirgt sich nämlich immer noch dahinter.
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diese Expertise finde ich diesmal ziemlich sachlich und zutreffend 🙂
@metalposaunist schrieb:Ehrlich gesagt bin ich erstaunt, dass man mit ESt überhaupt Belege aus der Cloud verknüpfen kann 😲. Die DATEV weiß, dass vieles an vielen Stellen nicht optimal ist aber mit einem Fingerschnipp ist es leider nicht getan und wir wollen ja zusammen mit DATEV schauen, wohin man sich entwickeln kann, um die Wogen etwas zu glätten.
Es geht mir auch nicht um eine allgemeine DATEV-Kritik. Es geht mir nur um Meine Steuern und mein Interesse, ob ich die Belegverknüpfung einfach nicht kapiere oder es tatsächlich so zäh ist, wie ich es erlebe und daher eigentlich nicht sinnvoll nutzbar ist.
Was uns grade häufiger stört ist allgemein der Umgang mit den Fenstern. Gefühlt läuft es ständig "falsch", wenn auf einem Bildschirm das Hauptfenster "Digitale Belege" und daneben die (häufig überlagernde) Belegvorschau positioniert wird.
Auf dem 2. Bildschirm liegt dann das EST-Programm im Vollbildmodus.
Bereits an der reinen "Positionierung der Fenster zur optimalen Arbeitsweise" scheitern hier Anwender, die ansonsten sehr gut mit digitalen Lösungen etc. klar kommen (ich schließe mich da ein).
Dann gibt's gefühlt viel zu oft Abbrüche und Fehlermeldungen und bei Kontrolle einer EST mit Aufruf des verknüpften Belegs läuft das auch nicht flüssig.