Ich nutze in Datev Rechnungswesen das Feld Leistungsdatum beim Buchen.
Dadurch entstehen auf dem Konto 1548 im SKR03 ja Buchungen.
D.h. ich habe am 31.12. dort einen Saldo stehen.
Wie geht man nun weiter vor ?
Saldenübernahme und EB-Wert ?
Manuelle Buchung des Saldos am 01.01. auf Konto 1576 ?
Wie kommt diese Vorsteuer in die UStVA für Januar ?
1570 an 1548
Wenn du im Folgejahr mit Leistungsdatum im Vorjahr buchst, wirst du ja zunächst gefragt, in welchem Stapel es im Vorjahr landen soll. Nach dem Buchen musst du sowohl die EB-Werte von VorSt Folgejahr, als auch die OPOS-Saldenübernahme aus dem Vorjahr anstoßen. 1548 gleicht sich durch die EB-Übernahme automatisch aus.
Hallo lisaannalena,
ich buche z.B. im Dezember 2025 mit Belegdatum 15.01.2026 und Leistungsdatum 31.12.2025.
Dadurch wird automatisch die Vorsteuer auf 1548 gebucht.
Und da stehen dann in der Buchführung 2025 alle Buchungen in 2025 (!) mit Belegdatum 2026.
In 2026 stehen sie ebenfalls schon, deswegen kann aus meiner Sicht keine Jahresübernahme stattfinden.
In 2026 habe ich dann einfach den Saldo auf 1570 gebucht, damit der Wert in der UStVA berücksichtigt wird.
Gleichzeitig ergibt dies den Saldo 0,00 € und das ganze Spiel geht Ende 2026 von vorne los.
Ich finde dieses Vorgehen jedoch merkwürdig, da ich da manuell eingreife...
Wenn du korrekt buchst, musst du nichts manuell machen, außer den Saldenübertrag. Auf 1548 sollte in 2026, bevor du die Saldenübergabe gemacht hast, eine Buchung im Haben stehen, da automatisch im Januar umgebucht wird auf VorSt 7 oder 19%. Du trägst den Soll-Saldo aus dem Vorjahr vor, sodass 1548 wieder ausgeglichen ist. Keine manuellen Buchungen.
Edit: weil du schreibst, du buchst im Dezember 25 mit Datum 26: Ich gehe davon aus, dass du korrekterweise die Buchung im Januar 2026 erfasst und als Leistungsdatum 31.12.2025 eingibst und dann einen Stapel 12/2025 ausgewählt hast. Dann gilt das oben von mir Geschriebene.
Ich nutze das buchen mit Leistungsdatum nicht selber weil ich immer die Kontrolle über alles behalten will, aber vielleicht hilft es sich die Programmlogik klarzumachen.
DATEV macht den Vorsteuerabzug anhand der Vorsteuerkonten, im SKR03 sind das Konto 1570, 1571 und 1576. Wenn das Rechnungsdatum nicht mehr im Leistungsmonat liegt, darf die Vorsteuer auch erst später, mit vorliegen der Rechnung, geltend gemacht werden.
Also wird die Vorsteuer auf Konto 1548 erfasst. Damit ist diese in der Umsatzsteuer erstmal nicht wirksam, sie wird aber bereits als Forderung erfasst. In der Bilanz gehört sich das ohnehin so und in der Buchhaltung hilft es den Überblick zu behalten. Wenn die Vorsteuer geltend gemacht werden kann wird sie von Konto 1548 auf Konto 1570 umgebucht und fließt damit in die Umsatzsteuer mit ein.
Hallo f_mayer,
ich finde das Leistungsdatum eine totale Bereicherung.
Ich habe mir jetzt die UStVA für Januar angeschaut.
Unter Kz. 66 werden beide Wirtschaftsjahre mit den Konten aufgeführt.
Somit sind ohne Umbuchung über 1570 bereits alle Buchungen berücksichtigt.
So wie wir das Leistungsdatum nutzen, bucht Datev selbst in 2026 auf 1576 und somit werden alle Buchungen berücksichtigt. Lediglich die Jahresübernahme 1548 muss erfolgen.
Somit steht der Saldo korrekt in der Bilanz und im Folgejahr holen wir uns die Vorsteuer wieder.
Das andere Anwender den Saldo von 1548 umbuchen, hat mich verwirrt, vermutlich weil das Leistungsdatum nicht genutzt wird. Ich sehe bei mir keine Notwendigkeit umzubuchen. Daher kann auch nichts bei der UStVA vergessen werden.
Während der unseligen Umsatzsteuersenkung während der Pandemie hab ich es auch verwendet, das war wirklich eine tolle Sache. Ansonsten tue ich mich einfach schwer dem Computer so weit zu vertrauen.