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neuss_tobias
Einsteiger
Offline Online
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Bisher habe ich die Stripe-Daten meines Mandanten als CSV-Datei erhalten und diese direkt in DATEV importiert. Das Verfahren war einfach, transparent und in wenigen Minuten erledigt.

 

Mit der neuen Lösung über das Rechenzentrum ist der Prozess dagegen deutlich komplizierter. Allein die Einrichtung hat bei mir bereits über eine Stunde in Anspruch genommen.

 

Zudem ist es so, dass ein Stapel aus den Online-Anwendungen heruntergeladen und anschließend wieder importiert werden muss – und das auch noch als ZIP-Datei, die zunächst entpackt werden muss. Aus Anwendersicht stellt sich hier die Frage, warum keine direkte Schnittstelle implementiert wurde, die einen automatischen Datentransfer ermöglicht.

 

Hinzu kommt, dass der Bestand im Rechenzentrum gespeichert sein muss. Das erzeugt zusätzliche Abhängigkeiten und potenziell zusätzliche Kosten, ohne dass ein klarer Mehrwert erkennbar ist.

 

Ein weiteres Problem ist, dass offenbar nicht alle relevanten Informationen übertragen werden. In meinem Fall wird in den Stripe-Transaktionsdetails unter „Text“ die Rechnungsnummer angezeigt. Diese Information fehlt jedoch im Export vollständig. Damit ist eine automatische Auszifferung der offenen Posten nicht möglich.

 

In der Buchungsvorschlagsliste in den Online-Anwendungen auch der Hinweis, dass kein passender offener Posten gefunden wurde. Warum? Nicht nachvollziehbar. Die Rechnungsausgänge befinden sich auf dem zugeordneten Debitor, die Rechnungsnummer ist unter Belegfeld 1 gebucht.

 

Zusätzlich scheint ein Import nur einmal angestoßen werden zu können. Wenn der Import fehlschlägt oder ein Stapel versehentlich gelöscht wird, kann kein erneuter Export erfolgen. Das ist aus praktischer Sicht ein erhebliches Risiko im Arbeitsablauf.

 

In der aktuellen Form wirkt die Lösung insgesamt unausgereift und unnötig komplex. Ein solcher Funktionsstand mag bei einem Startup vorkommen, das ein Produkt iterativ entwickelt. Von einem etablierten Softwareanbieter wie DATEV erwarte ich jedoch praxistaugliche und robuste Lösungen.

 

Wenn der Weg in die Cloud gelingen soll, braucht es Verfahren, die zuverlässig funktionieren und Arbeitsprozesse tatsächlich vereinfachen. In der aktuellen Umsetzung entsteht aus meiner Sicht eher zusätzlicher Aufwand als eine echte Digitalisierung. 

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