Hallo zusammen,
ich bräuchte einmal euer Schwarmwissen für einen recht komplexen Sachverhalt in LODAS, bei dem ich mir unsicher bin, wie ich ihn systemtechnisch am saubersten löse.
Ausgangslage & Historie:
Systemwechsel: Wir haben zum 01.01.2026 von einem Fremdsystem auf Datev LODAS gewechselt.
Krankengeld: Die Mitarbeiterin war vom 03.03.2025 bis 07.07.2026 durchgehend im Krankengeldbezug.
Meldungen Systemwechsel:
31.12.2025: Abmeldung Meldegrund 36 (BGS 1111 / PGR 101) – erfolgte aus dem Altsystem.
01.01.2026: Anmeldung Meldegrund 13 (BGS 1111 / PGR 101) – erfolgte über LODAS.
Aussteuerung: Am 08.07.2026 wurde die Mitarbeiterin ausgesteuert und erhält seitdem Arbeitslosengeld (Nahtlosigkeit).
Meldung Aussteuerung: 08.07.2026 Abmeldung mit Meldegrund 34 – erfolgte regulär über LODAS.
Der neue Sachverhalt (nach der August-Abrechnung 2026 bekannt geworden): Wir haben jetzt einen Rentenbescheid erhalten: Die Mitarbeiterin erhält rückwirkend ab dem 01.02.2025 die volle Erwerbsminderungsrente. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt sogar noch in der Lohnfortzahlung. Nach unserem Tarifvertrag endet das Arbeitsverhältnis aufgrund der vollen EM-Rente somit zum 31.08.2026. Die Krankenkasse hat (laut telefonischer Auskunft) die Krankengeldzahlungen bereits von der DRV erstattet bekommen. Die notwendigen Korrekturmeldungen für 2025 aus dem Altsystem werde ich manuell über das SV-Meldeportal vornehmen.
Meine aktuelle Umsetzung in LODAS:
Ich habe aktuell die Fehlzeit "Einstellung Krankengeld w. voller Erwerbsm. Rente" ab dem 08.07.2026 (Tag der Aussteuerung) erfasst.
Den Beitragsgruppenschlüssel habe ich ab 07/2026 auf 3101 / PGR 101 geändert.
Meine Fragen an euch:
Sind die gewählte Fehlzeit und das Beginndatum (08.07.2026) in LODAS korrekt, obwohl sie durch die rückwirkende Rente eigentlich gar keinen Anspruch auf Krankengeld/ALG mehr gehabt hätte?
Oder muss ich die Fehlzeit in LODAS zwingend auf den 01.01.2026 (unser Systemstart) vorziehen und auch den BGS 3101 / PGR 101 bereits ab 01/2026 aufrollen?
Wie stoße ich die Stornierungen und Neumeldungen (Gd. 13 und 34) für 2026 in LODAS am besten an.
Vielen Dank vorab für eure Unterstützung!
Also ich hatte mal den Fall, dass ein Mitarbeiter ziemlich lange Krank war und dann rückwirkend, außerhalb der abrechnungstiefe, eine EU-Rente bewilligt bekommen hat.
Ich habe dann soweit wie möglich die Stammdaten in Lodas geändert (also 01/VJ). Die korrigierten Meldungen hatte ich damals noch über sv.net rausgejagt.
Zusätzlich musste dann noch ein Erstattungsantrag bei der Krankenkasse wegen zu viel gezahlter Beiträge gestellt werden. Die Beiträge musste ich dann auch händisch ausrechnen, AG- und AN-Anteil.
Sämtliche Änderungen kannst du also nur ab 01/2026 eintragen. Sofern du irgendwo ein Datum hinterlegen kannst, z.B. bei den Fehlzeiten würde ich das tun. Wahrscheinlich wird es dadurch die Meldungen nicht korrigieren, aber so ist der Sachverhalt zumindest in den Stammdaten nachvollziehbarer