23 Antworten Neueste Antwort am 01.02.2018 09:20 von it-servicekrefeld

    Server für kleine Kanzlei

    it-servicekrefeld Neuling

      Guten Tag,

       

      als IT-Dienstleister werde ich gegen Ende des Jahres eine kleine Kanzlei mit einem neuen Server ausstatten. Dies ist mein erster "Datev-Server" und ich wollte mich mal erkundigen, was Ihr von der folgenden Konfiguration haltet.

       

      • 2x Intel Xeon E5-2623v4 (4C/8T)
      • 32 GB (4x 8GB) ECC Reg DDR4 2400MHz
      • 2x 400 GB SATA III Intel SSD MLC 2,5" (DC S3610 Serie) in Raid 1
        • Für das OS
      • 4x 4 TB SAS III HGST 3,5" 7.2k in Raid 10
        • Für 2 TB Datenspeicher
      • Broadcom (LSI/Avago) MegaRAID 9361-8i SAS3 8x intern
        • 8x intern, da somit noch 4 freie Ports für evtl. Upgrades zur Verfügung stehen
      • Cache Vault Modul für Avago 9361
      • 2x 740 Watt redundantes Hot Swap Netzteil (80plus Platinum)

       

      Folgendes gilt es zu beachten:

      • Der Steuerberater hat sehr gute Kenntnisse im Umgang mit Datev und wird den Großteil der Installation/Konfiguration der Datev-Software selbst übernehmen
      • DATEVasp kommt für Ihn nicht in Frage!
      • Der Server wird als Terminalserver eingesetzt
      • aktuell 3 Fat-Clients und nur die Datev-Software wird über den Terminalserver laufen, der Rest (Office & Co.) läuft lokal auf den Rechnern (sind schon vorhanden und auf einem aktuellen Stand)
        • der Server sollte Kapazität haben 1-2 weitere Arbeitsplätze in der Zukunft versorgen zu können

       

      Folgende Fragen sind noch offen und da hoffe ich auf etwas Hilfe:

      • CPU's
        • Das ist die Empfehlungen für 8-10 Benutzer, würde es sich lohnen hier eine etwas schwächere Option zu wählen oder bei der jetzigen bleiben um etwas besser für die Zukunft aufgestellt zu sein?
          • Falls eine schwächere CPU möglich ist, welche würdet ihr verwenden?
        • Den Server habe ich mir so aktuell bei Thomas Krenn zusammengestellt, aber ich habe auch diverse andere Optionen gefunden (LS Computersysteme, Servermeile). Habt ihr noch andere Optionen die Ihr empfehlen könnt? Bei Servern von HP, Lenovo habe ich leider nicht so viele Konfigurationsmöglichkeiten gefunden, wie steht ihr zu diesen "Marken"-Servern vs. eines "Custom"-Servers von o.g. Dienstleistern?

       

       

      Vielen Dank & mit freundlichen Grüßen

      • 0. Re: Server für kleine Kanzlei
        it-servicekrefeld Neuling

        Da das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen ist, hier nun das Resultat:

         

        Die anfangs angedachte All-In-One Lösung wurde gestrichen. Die aktuelle Lösung hat viel mehr Spielraum für Upgrades im Bezug auf Systemleistung, so dass die Server deutlich länger im Einsatz bleiben können als bei einer All-In-One Lösung mit Dual Sockel Board (hier ist eine 'Leistungsverdopplung' nur durch den Komplettaustausch der vorhanden CPUs durch z.B. Xeon 6148 (12C/24T) möglich).

         

        SQL-Server (physiche Maschine #1)

        • 2U Rackserver
        • 1 x Xeon Gold 6128 (Dual Sockel Mainboard)
        • 16 GB DDR4 ECC RAM
        • 4 x 1,2 TB SAS III HGST 3,5" 7.2k in Raid 10
          • Für ~2 TB Datenspeicher (Gehäuse/RAID Controller können noch 4 weitere Platten für evtl. Erweiterungen aufnehmen)
        • Broadcom (LSI/Avago) MegaRAID 9361-8i SAS3 8x intern
          • inkl. Cache Vault Modul für Avago 9361
        • 2 x 740 Watt redundantes Hot Swap Netzteil (80plus Platinum)

         

         

        WTS (physiche Maschine #2)

        • 2U Rackserver
        • 1 x Xeon Gold 6128 (Dual Sockel Mainboard)
        • 16 GB DDR4 ECC RAM
        • 2 x Samsung SSD SM863a 480GB in Raid 1
        • 2 x 740 Watt redundantes Hot Swap Netzteil (80plus Platinum)
        • Stellt Datev, sowie Office und Adobe Reader für die Benutzer bereit

         

        Vorteile:

        Je eine Xeon 6128 mit 16 GB RAM sind bei der aktuellen Auslastung mehr als ausreichend und bei Bedarf kann mit 'nur' je einer weiteren CPU und 16 - ?? GB RAM die Leistung (bei relativ geringen Kosten) mind. 'verdoppelt' werden.

         

        Bei der Auswahl der Hardware für die Server habe ich mich an die Datev-Empfehlungen ( Hardware-Voraussetzungen und Kaufempfehlungen für PC- und Server-Systeme) gehalten und diese dann etwas nach unten skaliert, da hier aktuell nur 3 Benutzer (evtl. 4 in naher Zukunft) zu versorgen sind. Von der Empfehlung abweichend wurden jedoch zwecks Upgrademöglichkeit Prozessoren der aktuellen Generation (Xeon Scalable) verbaut.

         

        Vielen Dank an Alle für die hilfreichen Tipps & mit freundlichen Grüßen

        Geändert am 01.02.18 um 08:45 Uhr 1 von 1 Personen fanden dies hilfreich
        • Alle Antworten
          • 1. Re: Server für kleine Kanzlei
            ichauch Fachmann

            Moin,

             

            mal bei DELL schauen. Dort sind ordentliche Angebote zu finden. Wer sagt eigentlich, dass RAID 10 schnell sein soll? Bei so einem Server sollte, gerade wenn TS ein Thema ist, über Virtualisierung nachgedacht werden. Damit erledigen sich viele Probleme von selbst und da das Server BS virtualisiert 2 x installiert werden darf können Dienste auch auf anderen virtuellen Maschinen laufen. Hier käme man am Ende mit 3 x 2TB im RAID 1 gut aus. Bei den Seagate Constellations erhält man ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Bei DELL darauf achten, dass immer 512n Platten angeschafft werden, kann sonst Probleme mit VMWare geben.

             

            Gruß

            KP

            • 2. Re: Server für kleine Kanzlei
              it-servicekrefeld Neuling

              Wer sagt eigentlich, dass RAID 10 schnell sein soll?

              Das ist per "Definition" so, da Raid 1 & 0 kombiniert werden. Also wäre hier deiner Meinung nach ein Raid 1 ausreichend?

              Bei so einem Server sollte, gerade wenn TS ein Thema ist, über Virtualisierung nachgedacht werden. Damit erledigen sich viele Probleme von selbst und da das Server BS virtualisiert 2 x installiert werden darf können Dienste auch auf anderen virtuellen Maschinen laufen.

              Welche Probleme sind hier genau gemeint?

               

              Hier käme man am Ende mit 3 x 2TB im RAID 1 gut aus.

              Ist dies auf die Geschwindigkeit generell bezogen ("man braucht kein Raid 10 für Datev") oder auf die Virtualisierung, dass dadurch ein Raid 1 ausreichend ist?

               

              Vielen Dank & mit freundlichen Grüßen

              • 3. Re: Server für kleine Kanzlei
                ichauch Fachmann

                Moin,

                 

                Raid 10 ist per Definition schneller, ja, aber bei welchen Daten? Ein Raid 10 kann nur bei großen Dateien die im "Stück" gelesen werden müssen seine Vorteile ausspielen. Die Zugriffe von DATEV Anwendungen sind eher kleinere Blöcke, halt Datenbank. In dieser Konstellation bringt eher eine Platte mit geringen Zugriffszeiten beim Lesen etwas. Schreiben sollte ohnehin kein Thema sein da hier der Schreibcache des Controllers groß genug sein sollte. Hier im Forum stehen genügend Hinweise zu diesem Thema.

                 

                Die Kombination TS + Fat Client mit Office ist m. E. eine nette Betriebsbremse (außerdem doppelte User CALs für Server BS, TS CALs gehen noch einmal extra). Die Einbindung von Scannern in TS Umgebungen ist ohnehin Denksport.

                 

                Da der "Einheitsserver" mit Ende der SBS Server von MS in die Ewigen Jagdgründe geschickt wurde gibt es eigentlich keinen Grund mehr den DC mit vielen Aufgaben zu überfrachten. In einer virtualisierten Umgebung hilft das auch der Performance. Mit ein wenig Nachdenken kommt man schon zu einer intelligenten Lösung.

                 

                Gruß

                KP

                • 4. Re: Server für kleine Kanzlei
                  it-servicekrefeld Neuling

                  Die Zugriffe von DATEV Anwendungen sind eher kleinere Blöcke, halt Datenbank. In dieser Konstellation bringt eher eine Platte mit geringen Zugriffszeiten beim Lesen etwas. Schreiben sollte ohnehin kein Thema sein da hier der Schreibcache des Controllers groß genug sein sollte. Hier im Forum stehen genügend Hinweise zu diesem Thema.

                   

                  Das ist gut zu wissen, da ich was die Datev Software angeht noch nich so versiert bin. Danke für diese Information.

                   

                  Die Kombination TS + Fat Client mit Office ist m. E. eine nette Betriebsbremse (außerdem doppelte User CALs für Server BS, TS CALs gehen noch einmal extra). Die Einbindung von Scannern in TS Umgebungen ist ohnehin Denksport.

                  Das ist in diesem Fall kein Problem, da es ein kleines Umfeld ist und in der aktuellen Konfiguration wenig Aufwand bereitet.

                   

                  Zu einer Sache die ich eigentlich schon geplant hatte würde ich gern noch eine Meinung hören. Ich habe einen Raid-Controler inkl. BBU vorgesehen anstatt den onboard Raid-Controler zu benutzen macht das im Datev-Umfeld Sinn oder ist das eher schon "zu viel"?

                  • 5. Re: Server für kleine Kanzlei
                    ichauch Fachmann

                     

                     

                    Zu einer Sache die ich eigentlich schon geplant hatte würde ich gern noch eine Meinung hören. Ich habe einen Raid-Controler inkl. BBU vorgesehen anstatt den onboard Raid-Controler zu benutzen macht das im Datev-Umfeld Sinn oder ist das eher schon "zu viel"?

                    Über Selbstverständlichkeiten wird nicht diskutiert. WriteBack macht das System schneller und ohne BBU ist WriteBack ein "no go'".

                    • 6. Re: Server für kleine Kanzlei
                      jan Aufsteiger
                      • Ein Terminalserver mit 4x 4 TB HDUs? Oder wird das ein All-in-One?
                      • Je nachdem was das werden soll, dürfte es mehr bringen, die SSDs im RAID 1 als MaxCache / CacheCade / oder wie es grade bei dem Controller heißt zu nutzen
                      • Je nachdem was das werden soll, dürfte die bereits angesprochene Virtualisierung sinnvoller sein (Mit etwas mehr RAM)
                      • Office lokal / DATEV auf Terminalserver? Werden die Office Schnittstellen aus DATEV nicht benötigt?
                      • Warum kommt kein DATEVasp / PARTNERasp in Frage?
                      • Würde definitiv einen Marken-Server mit entsprechendem Support / Care Pack ala 24x7x4 nehmen

                       

                      Und generell: Kommt halt auf die Anforderungen an

                      • 7. Re: Server für kleine Kanzlei
                        Martin KoIberg Fachmann

                        Aus welchem Grunde keine SSD für die Daten?

                        • 8. Re: Server für kleine Kanzlei
                          it-servicekrefeld Neuling
                          • Ein Terminalserver mit 4x 4 TB HDUs? Oder wird das ein All-in-One?

                          Ja, wird ein "All-in-One".

                           

                          • Je nachdem was das werden soll, dürfte es mehr bringen, die SSDs im RAID 1 als MaxCache / CacheCade / oder wie es grade bei dem Controller heißt zu nutzen

                          Darüber wird noch nachgedacht, ob wir die Option hinzunehmen.

                           

                          • Office lokal / DATEV auf Terminalserver? Werden die Office Schnittstellen aus DATEV nicht benötigt?

                          Office läuft aktuell lokal (mein Fehler) und soll aber mit auf dem TS laufen.

                          Nach einem zweiten Gespräch mit dem Betater habe ich nun etwas mehr Klarheit über die Aufstellung des Servers.

                           

                          Diese soll folgende Aufgaben übernehmen:

                          • Terminalserver (Datev & Office)
                          • Fileserver / SQL-Server
                          • Kommunikationsserver

                           

                          Ist die o.g. Hardware stark genug, um diese Aufgaben zu übernehmen? (würde ggf. auf den E5 2637 V4 bzw. 2645 v4 aufrüsten)

                           

                          • Warum kommt kein DATEVasp / PARTNERasp in Frage?

                           

                          Kommt wegen der Internetleitung nicht in Frage und zusätzlich wird das lokale System präferiert.

                          • 9. Re: Server für kleine Kanzlei
                            it-servicekrefeld Neuling

                            Aus welchem Grunde keine SSD für die Daten?

                            Wäre eine schöne Idee, wird aber aus Kostengründe wahrscheinlich nicht realisierbar sein.

                            • 10. Re: Server für kleine Kanzlei
                              ichauch Fachmann

                              Aus welchem Grunde keine SSD für die Daten?

                              Weil es, zumindest unter VMWare, schlicht nichts bringt. Ich habe ein SSD Raid 1 mit den DATEV Daten, die Unterschiede in der Performance sind marginal zu einem Raid 1 aus "Datengrabplatten". Hier scheinen Mechanismen zu greifen die ohne tiefes Wissen über VMWare nicht beantwortet werden können.

                              • 11. Re: Server für kleine Kanzlei
                                christian.deuerlein@datev.de DATEV-Mitarbeiter

                                Hallo Herr Schleiminger,

                                hier einige Anmerkungen von meiner Seite:

                                Sie sollten das System als Host für den SQL-Server/Kommserver und einen WTS-Server einrichten, also zwei VMs hierauf betreiben. Das System nur als WTS zu verwenden ist nicht sinnvoll.

                                Die CPU ist nicht gut geeignet, besser: E5-2643 v4 oder sinnvollerweise aus der aktuellen Generation Xeon Scalable.

                                96 - 128 GB RAM sind sinnvoll.

                                Eine Aufteilung SSD für OS/Nicht SSD für Daten ist in diesem Fall nicht sinnvoll. Verwenden Sie bitte ein RAID in entsprechender Größe rein aus SSDs oder eine Kombination aus einem SAS-RAID und einer SSD-Cache-Disk (dies muss der RAID-Controller unterstützen, m. W. nennt sich dies bei diesem Hersteller "CacheCade 2.0").

                                Diese Konfiguration hat genügend Ressourcen für 10 - 15 Anwender auf eine Sicht von 5 Jahren.

                                Grüße

                                Christian Deuerlein

                                • 12. Re: Server für kleine Kanzlei
                                  it-servicekrefeld Neuling

                                  Sie sollten das System als Host für den SQL-Server/Kommserver und einen WTS-Server einrichten, also zwei VMs hierauf betreiben. Das System nur als WTS zu verwenden ist nicht sinnvoll.

                                  Dies hatte ich auch geplant, wenn ein "All-in-One" System zum Einsatz kommen würde.

                                   

                                  Die CPU ist nicht gut geeignet, besser: E5-2643 v4 oder sinnvollerweise aus der aktuellen Generation Xeon Scalable.

                                  Welche Prozessoren der neuen Generation werden für einen solchen Einsatzzweck empfohlen?

                                   

                                  Auszug aus dem Datev PDF zu Windows Server 2016:

                                  "All-in-One ist keine von DATEV getestete Systemplattform und daher kein Bestandteil der

                                  Verträglichkeitstests und Qualitätssicherungsmaßnahmen für DATEV-Programme. Die Einrichtung, der

                                  laufende Betrieb und der Support liegen im Verantwortungsbereich des Einrichtenden und des Anwenders.

                                  DATEV gibt für diese Umgebung keine Konfigurationsempfehlung (Dok.-Nr. 0908648). "

                                   

                                  Betrifft dieses ebenfalls ein 1 Server-Modell mit 2 Virtuellen Maschinen?

                                  • 13. Re: Server für kleine Kanzlei
                                    mkinzler Fachmann

                                    All-in-One ist eine physikalische/virtuelle Maschine af der sowohl File-/DBServer wie auch Anwendungsserver ist.

                                    • 14. Re: Server für kleine Kanzlei
                                      christian.deuerlein@datev.de DATEV-Mitarbeiter

                                      Für Ihren Anwendungsfall ist das Modell Gold 6128 sehr gut passend.

                                       

                                      Wie Herr Kinzler schon angemerkt hatte, gilt All-in-One für Ihren Fall nicht, Sie planen ja zwei VMs zu betreiben.

                                       

                                      Schöne Grüße!

                                      • 15. Re: Server für kleine Kanzlei
                                        it-servicekrefeld Neuling

                                        Eine Aufteilung SSD für OS/Nicht SSD für Daten ist in diesem Fall nicht sinnvoll.

                                        Wieso ist dies nicht sinnvoll? Ein Raid-10 ist für die Daten geplant aber die Virtuellen Maschinen sowie das Host-System würde schon sehr von einer SSD profitieren. Ein komplettes SSD-System wird aufgrund der höheren Kosten nicht realisierbar sein.

                                         

                                        Die CPU ist nicht gut geeignet, besser: E5-2643 v4 oder sinnvollerweise aus der aktuellen Generation Xeon Scalable.

                                        96 - 128 GB RAM sind sinnvoll.

                                        Wenn hier jedoch nur von aktuell 3 Mitarbeitern (evtl. 5 in nächster Zeit) ausgegangen wird, scheint mir diese Ausstattung etwas überdimensioniert oder nicht?

                                        Ich hätte jeweils 16 GB für Host und je VM vorgeschlagen, also 48 GB insg. Und bei Bedarf kann man noch nachrüsten.

                                        Geändert am 13.11.17 um 16:02 Uhr
                                        • 16. Re: Server für kleine Kanzlei
                                          jan Aufsteiger

                                          Wieso ist dies nicht sinnvoll? Ein Raid-10 ist für die Daten geplant aber die Virtuellen Maschinen sowie das Host-System würde schon sehr von einer SSD profitieren.

                                          So ein Betriebssystem wird in der Regel hochgefahren und tut dann fast nichts mehr. Dafür (teuren) SSD Speicher verschwenden?

                                           

                                          Wenn hier jedoch nur von aktuell 3 Mitarbeitern (evtl. 5 in nächster Zeit) ausgegangen wird, scheint mir diese Ausstattung etwas überdimensioniert oder nicht?

                                          Etwas mehr RAM dürfte, den Preis nicht so drastisch nach oben treiben.

                                           

                                          Wenn man das System halbwegs zukunftssicher gestaltet, wird so ein PARTNERasp / Smart-IT in einer kleinen Kanzlei plötzlich wieder interessant

                                          Geändert am 13.11.17 um 16:14 Uhr
                                          • 17. Re: Server für kleine Kanzlei
                                            it-servicekrefeld Neuling

                                            Wieso ist dies nicht sinnvoll? Ein Raid-10 ist für die Daten geplant aber die Virtuellen Maschinen sowie das Host-System würde schon sehr von einer SSD profitieren.

                                            So ein Betriebssystem wird in der Regel hochgefahren und tut dann fast nichts mehr. Dafür (teuren) SSD Speicher verschwenden?

                                            Der SSD-Speicher ist hier hauptsächlich für die WTS-VM interessant um den laufenden Betrieb etwas zu beschleunigen.

                                            Wenn hier jedoch nur von aktuell 3 Mitarbeitern (evtl. 5 in nächster Zeit) ausgegangen wird, scheint mir diese Ausstattung etwas überdimensioniert oder nicht?

                                            Etwas mehr RAM dürfte, den Preis nicht so drastisch nach oben treiben.

                                            Das sicher nicht, aber 96 - 128GB scheint mir für die Mitarbeiterzahl jedoch etwas hoch (vorallem wenn man die Datev-Empfehlungen liest, dort heißt es "16 GB aufrüstbar bis 15 Benutzer" & "16 GB RAM aufrüstbar, bis maximal 8-10 Benutzer" daher meine Bemessung mit 48 GB. Mit 64 GB dürften da dann eigentlich keine Probleme auftauchen, zumindest nach Datev-Empfehlungen.

                                             

                                            In der Datev-Empfehlung für den WTS heißt es:

                                            "SSD-Option des Server-Herstellers (240 GB), alternativ mindestens 300 GB SAS RAID 1"

                                             

                                            Daraus habe ich entnommen, das Host-System mit einer SSD (in diesem Fall 480GB) auszustatten, um den WTS so mit schnellem SSD-Speicher zu versorgen. Ist es hier aufgrund der Problematik, dass sowohl WTS als auch Fileserver als VM auf dem gleichen Host laufen nicht sinnvoll einen getrennte Festplatten-Verbund für den Fileserver zu betreiben und Host/WTS auf einer SSD anzusiedeln? Und falls ja, warum ist das der Fall?

                                            Zusätzlich, wird (beim WTS) von einer SSD-Option oder SAS Raid 1 gesprochen. Impliziert das ein Raid 1 aus SSD's oder wird hier der Raidverbund in Verbindung mit SAS nur wegen gesteigerter Lesegeschwindigkeit empfohlen?

                                             

                                            In wie weit profitiert die Datev-Umgebung von Quad-Channel RAM? 64 GB als Quad-Channel sind deutlich teurer als die Dual-Channel Variante. Gibt es dazu Erfahrungswerte?

                                            Geändert am 29.01.18 um 23:35 Uhr
                                            • 18. Re: Server für kleine Kanzlei
                                              christian.deuerlein@datev.de DATEV-Mitarbeiter

                                              Für max. 5 User sollten 64 GB tatsächlich ausreichend sein.

                                               

                                              Falls SSD zu kostenintensiv sein sollte, dann nutzen Sie die Option der SSD-Cache-Disk wie beschrieben. Eine Aufteilung erhöht die Komplexität, Sie benötigen (sinnvollerweise) je RAID-Verbund eine Hot-Spare und reduzieren die Performance im Bereich SQL durch die Verlagerung auf langsame Festplatten.

                                               

                                              Zum Thema Kosten betrachten Sie bitte die Kosten pro Benutzer und Monat auf die Laufzeit von angenommen 5 Jahren. Meist relativieren sich dann die Unterschiede.

                                              • 19. Re: Server für kleine Kanzlei
                                                it-servicekrefeld Neuling

                                                Da das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen ist, hier nun das Resultat:

                                                 

                                                Die anfangs angedachte All-In-One Lösung wurde gestrichen. Die aktuelle Lösung hat viel mehr Spielraum für Upgrades im Bezug auf Systemleistung, so dass die Server deutlich länger im Einsatz bleiben können als bei einer All-In-One Lösung mit Dual Sockel Board (hier ist eine 'Leistungsverdopplung' nur durch den Komplettaustausch der vorhanden CPUs durch z.B. Xeon 6148 (12C/24T) möglich).

                                                 

                                                SQL-Server (physiche Maschine #1)

                                                • 2U Rackserver
                                                • 1 x Xeon Gold 6128 (Dual Sockel Mainboard)
                                                • 16 GB DDR4 ECC RAM
                                                • 4 x 1,2 TB SAS III HGST 3,5" 7.2k in Raid 10
                                                  • Für ~2 TB Datenspeicher (Gehäuse/RAID Controller können noch 4 weitere Platten für evtl. Erweiterungen aufnehmen)
                                                • Broadcom (LSI/Avago) MegaRAID 9361-8i SAS3 8x intern
                                                  • inkl. Cache Vault Modul für Avago 9361
                                                • 2 x 740 Watt redundantes Hot Swap Netzteil (80plus Platinum)

                                                 

                                                 

                                                WTS (physiche Maschine #2)

                                                • 2U Rackserver
                                                • 1 x Xeon Gold 6128 (Dual Sockel Mainboard)
                                                • 16 GB DDR4 ECC RAM
                                                • 2 x Samsung SSD SM863a 480GB in Raid 1
                                                • 2 x 740 Watt redundantes Hot Swap Netzteil (80plus Platinum)
                                                • Stellt Datev, sowie Office und Adobe Reader für die Benutzer bereit

                                                 

                                                Vorteile:

                                                Je eine Xeon 6128 mit 16 GB RAM sind bei der aktuellen Auslastung mehr als ausreichend und bei Bedarf kann mit 'nur' je einer weiteren CPU und 16 - ?? GB RAM die Leistung (bei relativ geringen Kosten) mind. 'verdoppelt' werden.

                                                 

                                                Bei der Auswahl der Hardware für die Server habe ich mich an die Datev-Empfehlungen ( Hardware-Voraussetzungen und Kaufempfehlungen für PC- und Server-Systeme) gehalten und diese dann etwas nach unten skaliert, da hier aktuell nur 3 Benutzer (evtl. 4 in naher Zukunft) zu versorgen sind. Von der Empfehlung abweichend wurden jedoch zwecks Upgrademöglichkeit Prozessoren der aktuellen Generation (Xeon Scalable) verbaut.

                                                 

                                                Vielen Dank an Alle für die hilfreichen Tipps & mit freundlichen Grüßen

                                                Geändert am 01.02.18 um 08:45 Uhr 1 von 1 Personen fanden dies hilfreich
                                                • 20. Re: Server für kleine Kanzlei
                                                  jan Aufsteiger

                                                  Hier wurde ja stark auf die Kosten geschaut. Die Kosten für Strom (und Kühlung) waren wohl uninteressant.

                                                  • 21. Re: Server für kleine Kanzlei
                                                    it-servicekrefeld Neuling

                                                    Hier wurde ja stark auf die Kosten geschaut.

                                                    In gewisser Weise auf jeden Fall, neben den Servern mussten u.a. neue Möbel etc. angeschafft werden und das hat sich am Ende doch gut aufsummiert Und da hier nicht an der Qualität der Hardware gespart wurde blieb vom Budget noch etwas für andere Anschaffungen über. Darüber hinaus sind die Server aktuell nicht ausgelastet und haben haben noch Luft nach oben sowie genügend Upgrade-Spielraum, was will man mehr

                                                    Die Kosten für Strom (und Kühlung) waren wohl uninteressant.

                                                    Kosten für Kühlung sind in diesem Fall zu vernachlässigen (da nicht vorhanden), da die Server in einem kühlen Kellergewölbe stehen. Die Raumtemperatur ist (dank der Server) nun im angenehmem Bereich von 19°C - 20 °C und die Raumfeuchte schwankt zwischen 30 und 50% je nach dem wann/wie lange die Kellertür zum durchlüften auf gewesen ist. Im Sommer wird sich zeigen, wie der Keller mit der Abwärme umgeht aber der Raum ist recht groß und ansonsten leer. Evtl. wird ein kleines Klimagerät nachgerüstet je nach Bedarf.

                                                     

                                                    Stromkosten sind auch im grünen Bereich (SQL-Server schwankt um ~ 120 W & WTS schwankt um ~ 100 W). Hier wäre mit nur einem physischen System zwar eine kleine Einsparung denkbar, jedoch überwiegen hier für den Berater die Vorteile, die die aktuelle Lösung mit sich bringt.

                                                    Geändert am 30.01.18 um 14:07 Uhr
                                                    • 22. Re: Server für kleine Kanzlei
                                                      p4ge Einsteiger

                                                      Die Netzteile arbeiten aber nach Ihren Angaben bei gerade einmal 10-15% Belastung, ob da überhaupt die Effizienz von 90% erreicht wird, ist schon fraglich. Da hätte es ein halb so großes evtl. passives Netzteil auch getan.

                                                      • 23. Re: Server für kleine Kanzlei
                                                        it-servicekrefeld Neuling

                                                        Die Netzteile arbeiten aber nach Ihren Angaben bei gerade einmal 10-15% Belastung, ob da überhaupt die Effizienz von 90% erreicht wird, ist schon fraglich.

                                                        Da es sich hier um Rack-Server handelt (ganz vergessen das zu erwähnen; Habe den Beitrag oben passend ergänzt), hat man je Modell nur einige ausgewählte Netzteile des jeweiligen Herstellers zur Auswahl. Dies war das kleinstmögliche. Zudem soll das Netzteil ja auch in der Lage sein eine weitere CPU sowie zusätzliche Festplatten zu versorgen und darf demnach nicht zu klein dimensioniert werden.

                                                        Da ab 20% Last die Effizienz bei mind. 90% liegt mache ich mir hier keine Sorgen, da in Kürze ein weiterer Benutzer das Team auf 4 Benutzer erweitert und noch zusätzliche Software per TS bereitgestellt wird. Dann wird die 20% Marke auf beiden System mind. erreicht.

                                                         

                                                        Da hätte es ein halb so großes evtl. passives Netzteil auch getan.

                                                        Für einen 2U Rack-Server werden Sie kein passives (redundantes) Netzteil finden. Ich wüsste aktuell von keinem Server-Netzteil welches passiv gekühlt wird um ehrlich zu sein. Dieser Trend hat als Ziel ja, dass ein System so leise wie möglich läuft. Bei Server-Hardware gibt es dieses Bestreben nicht, da diese meist in separaten Räumen stehen und daher nicht leise sein müssen.