10 Antworten Neueste Antwort am 25.08.2017 13:02 von agmü

    DATEVnet und Office 365

    michael.renz Einsteiger

      Hallo Community,

       

      da es mir sehr teuer erschien, die Lizenzen für Office 2016 für die ganze Kanzlei zu kaufen, habe ich mich zu dem Thema Mietlizenz Office 365 erkundigt. Weiter wollte ich auf keinen Fall unseren Mailverkehr über die Microsoftserver laufen lassen und zudem unbedingt DATEVnet dazu weiter nutzen.

       

      Nach einem kurzen Telefont mit den zuständigen Mitarbeitern der DATEV hatte ich alle Grundlagen geklärt und es wurde von DATEVnet so wie gewünscht eingerichtet. Es läuft prima. Da wir zudem Terminalserver einsetzen und Microsoft die Installation auf Terminlaserver nur für Office 365 Pro plus ermöglicht kann leider in meinem Fall nur diese etwas teurere aber auch umfangreichere Version (12,80 € mtl.) eingesetzt werden. Dafür bin ich nun hinsichtlich der Lizenzmiete komplett flexibel.

       

      Wer keinen Terminalserver einsetzt kann die Business-Version (8,20 € mtl.) nutzen. Die Kauflizenz kostet ab 450 €  - bedeutet, erst nach einer Nutzungsdauer von mindestens 4 1/2 Jahren wäre die Kauflizenz günstiger, dann aber definitiv veraltet und ohnehin bald zu erneuern. Zudem wäre eine Reaktion auf schwankenden Personalbestand / nutzungsumfang nicht möglich.

       

      Echt gute und m.E günstige Variante.

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        • 1. Re: DATEVnet und Office 365
          agmü Aufsteiger

          Hallo Herr Kollege Renz,

           

          vielleicht kann sich DATEV, vergleichbar zur Telekom oder 1und1 dazu durchringen, selbst Office365 im Rechenzentrum zu hosten. Dann wären die Datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen noch leichter zu erfüllen.

           

          mfkg

           

          Andreas G. Müller

          • 2. Re: DATEVnet und Office 365
            michael.renz Einsteiger

            Na-ja. Ich denke das Angebot der DATEV ist da schon ziemlich breit.

            - Hosted-Exchange

            - Smart-IT (mit und ohne Exchange)

            - Partner-asp

            - DATEV-asp

            geht alles in diese Richtung. Als wirtschaftlich denkender "Genosse" (Mitgesellschafter) meine ich, dass die DATEV gut beraten ist, wenn sie das Portfolio straff zusammenhält. das gilt insbesondere dann, wenn - wie hier - schon (fast) alle Möglichkeiten angeboten werden.

            • 3. Re: DATEVnet und Office 365
              jan Aufsteiger

              Microsoft bietet doch mittlerweile Hosted Exchange aus DE an. Mit dem Datenschutz dürfte es sich da genau wie bei einem Hosted Exchange der DATEV verhalten.

               

              Bei einem Office Produkt "aus der Cloud" könnte der Upgradezwang auf neue Versionen problematisch werden sofern die DATEV nicht mit der Freigabe dieser neuen Office Version hinterherkommt.

              • 4. Re: DATEVnet und Office 365
                frank.pfeiffer Einsteiger

                Soweit ich informiert bin, kann man bei einigen Mietoptionen auch die passenden Vollversionen lokal installieren. Die Anmeldung erfolgt auf den deutschen MS Servern (werden übrigens von der Telekom gehostet) und die Daten bleiben im eigenen Haus.

                • 5. Re: DATEVnet und Office 365
                  michael.renz Einsteiger

                  In Zeiten von Trump und nach der rigorosen Auslegung und Ausübung des US amerikanischen „patriot Act“ vertraue ich lieber „meiner“ DATEV als der im Auftrag von Microsoft beim cloud-Computing tätigen Telekom.

                  • 6. Re: DATEVnet und Office 365
                    michael.renz Einsteiger

                    Ja - die Installation der office Pakte ist ja sowoeso schon die Grundvoraussetzung zur Nutzung im Datev Umfeld . interessant ist ja bloß das Lizenzmodell und nicht die Microsoft cloud selbst - auch dann wenn die angeblich in Deutschland bei der Telekom liegen sollte.

                    • 7. Re: DATEVnet und Office 365
                      frank.pfeiffer Einsteiger

                      Microsoft hat gemerkt, dass die Geschichte mit der Cloud in Deutschland nicht so gut ankam. Hinzu kam noch die Verpflichtung der US Regierung, dass die Hersteller und Betreiber solcher Dienste den US Behörden Zugang gewähren müssen.

                       

                      Die Lösung, die Microsoft gefunden hat, ist da schon etwas straffer. Die Cloud wird in Deutschland von der Telekom betrieben und Microsoft hat selbst keinerlei Zugriff darauf und umgeht damit auch die US Verpflichtung und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

                       

                      Das ist zumindest die Version, die durch die Fachpresse ging. Wir haben das Problem (noch) nicht, weil wir Office und Exchange 2013 im Einsatz haben und wir uns erst 2022 oder 2023 Gedanken über die Nachfolge machen müssen. Bis dahin ist Cloud wahrscheinlich auch schon wieder out.

                      • 8. Re: DATEVnet und Office 365
                        jan Aufsteiger

                        Soweit ich informiert bin, kann man bei einigen Mietoptionen auch die passenden Vollversionen lokal installieren. Die Anmeldung erfolgt auf den deutschen MS Servern (werden übrigens von der Telekom gehostet) und die Daten bleiben im eigenen Haus.

                        Ja und genau bei diesen (Click2Run?) Installationen ist nicht viel Zeitraum bis zum Zwangsupgrade auf die neuste Office Version sobald diese erschienen ist.

                        • 9. Re: DATEVnet und Office 365
                          taxit Beginner

                          Bis dahin ist Cloud wahrscheinlich auch schon wieder out.

                           

                          Der ist gut

                           

                           

                          Nichts für ungut, ich sehe die Cloud auch zwiespältig, aber ich würde (überspitzt!) formulieren "Bis dahin gibt es nichts anderes mehr", siehe auch Entwicklung/Pläne bei unserer Datev...

                           

                          Gruß rw

                          • 10. Re: DATEVnet und Office 365
                            agmü Aufsteiger

                            Hallo @all,

                             

                            richtig, viele Angebote der DATEV gehen in die "richtige" Richtung.  Die Bereitstellung der Office365 Software durch die DATEV würde das Angebot an der richtigen Stelle sinnvoll abrunden.

                             

                            Durch einen sanften Druck, die Mitglieder auf Office365 umzustellen, könnte sich die Entwicklung auf gerade eine Office Version beschränken.  Für die dadurch freiwerdenden Ressourcen findet sich eine lange Wunschliste die abgearbeitet werden kann.

                             

                            Wenn die von Microsoft geplante Lösung richtig und konsequent umgesetzt wurde, müsste auch die Updateverteilung über die Server der DeutschlandCloud laufen.  In diesem Fall läge die Weiterleitung der Updates und Patches in der Hand des Could-Betreibers, m.a.W. der DATEV.  Kompatibilitätsprobleme ließen sich damit möglicherweise steuern.

                             

                            Die Thematik des Patriot Acts und des potentiellen Zugriffs bestimmter Behörden auf die Daten sollte damit rechtlich umgehbar sein.

                             

                            Auch wenn ich selbst durchaus kritisch zu der Thematik Verlagerung von Diensten/Programmen in die "Wolke" stehe, wird die - auch von mir gehegte - Hoffnung, dass bis Mitte 2020er - Jahre die Cloud und ihre Anwendungen der Vergangenheit angehören, nicht erfüllt werden.

                             

                            Schönes Wochenende

                             

                            Andreas G. Müller