1 Antwort Neueste Antwort am 22.07.2016 08:46 von silkedürsch

    Doppelte Erfassung von Vorauszahlungen ESt

    deusex Fortgeschrittener

      Hatten gerade den Fall, dass eine Mitarbeiterin bei der Steuernummer der Ehefrau, welche betrieblich eine Andere verwendet, die Steuernummer des Steuerpflichtigen in der ESt bei den Angaben zum Ehegatten erfasst hat; in bester Absicht natürlich, aber...

      Frei nach Murphys Gesetz ging die Sache für zwei VAZ bezüglich der doppelten Anrechnung gleich zweimal schief; die Vorauszahlungen wurden einmal beim Stpfl. und einmal bei der Gattin erfasst und in Anrechnung gebracht. Dieses "niedrigere" Ergebnis zu den Nachzahlungen wurde entsprechend kommuniziert.

       

      Gut hätte man drauf kommen können, aber nicht müssen.

       

      Das Ergebnis sieht jetzt natürlich so aus, dass die Nachzahlungen für beide Jahre erheblich höher ausfallen, als errechnet und der Mandant verständlicherweise ziemlich angesäuert ist.

       

      Im Bereich der Vorauszahlungen lag die "Trefferquote" bis zu diesem Vorfall bei 100%, weshalb eine genauere Prüfung ob der Höhe der Vorauszahlungen nicht mehr erfolgte.

       

      Ich denke, es wäre angebracht, hier eine Kontrollfunktion einzubauen. Eine doppelte Berücksichtigung muss ausgeschlossen werden.

       

      Selbstverständlich sollte man sich nicht blind auf Daten überlassen. Wenn wir jedoch denselben Kanal nutzen, wie die Finanzverwaltung, sollten wir schon zwischenzeitlich die übermittelten Daten als zutreffend annehmen dürfen. Es hat sich ja schon Einiges diesbezüglich getan, aber es sollte Sicherheit geschaffen werden.

       

      Danke vorab.

       

      Nachricht geändert durch Deus Ex: Rechtschreibfehler korrigiert

      Geändert am 20.07.16 um 16:35 Uhr
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        • 1. Re: Doppelte Erfassung von Vorauszahlungen ESt
          silkedürsch DATEV-Mitarbeiter

          Sehr geehrter deusex,

           

          sind in VZ 2015 zum Steuerpflichtigen und zur Ehefrau die gleichen Steuernummern erfasst, werden die über E-Steuerdaten (VaSt) abfragen zu dieser Steuernummer bei der Finanzverwaltung abgefragten Vorauszahlungen nur in die Felder des Steuerpflichtigen übernommen. Dabei werden beim Vergleich der beiden erfassten Steuernummern nur die Ziffern der Steuernummer betrachtet: Trennzeichen wie z. B. Schrägstriche, Bindestriche oder Leerzeichen zwischen einzelnen Ziffern spielen keine Rolle – sie werden beim Vergleich ignoriert.

           

          Anders bis VZ 2014:

          Dort wurde die doppelte Berücksichtigung nur dann programmseitig verhindert, wenn die beim Steuerpflichtigen und bei der Ehefrau erfasste Steuernummer absolut identisch erfasst wurde - also mit denselben Trennzeichen an denselben Stellen.

           

           

          Mit freundlichen Grüßen

           

          Silke Dürsch

          DATEV eG