1 2 Zurück Weiter 33 Antworten Neueste Antwort am 06.06.2016 09:26 von silberbauer

    Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!

    steuerberater Fortgeschrittener

      Hallo Gemeinde,

       

      mit etwas Erschrecken habe ich in der Community gelesen, dass die Digitale Dokumentenablage der DATEV per sé nicht die GoBD-Anforderungen erfüllt (nur DMS soll hier adäquat sein). Es sind zusätzliche Maßnahmen des Beraters erforderlich, z.B. Verfahrensdokumentation, sperren des endgültigen Löschens von Dateien sowie Schreibschutzeinstellungen etc..

       

       

      Ich meine immer alle Informationen der DATEV zu lesen, diese wichtige Info ist aber vollkommen an mir vorbeigegangen. Ist mir hier einfach nur was durch die Lappen gegangen (was ja jedem mal passiert) oder hat die DATEV hier keine deutliche Aussage getroffen.

       


      Wie kann es sein, dass die (aus meiner Sicht) zentrale Funktion von DATEVpro - die digitale Dokumentenablage - nicht den gesetzlichen Anforderungen der GoBD entspricht? Warum gibt es keinen deutlichen und ggf. programmgesteuerten Hinweise unter DATEVpro auf die notwendigen Schritte um dies zu erreichen?

       

      Wie geht es anderen DATEV-Nutzern?

       


      Grüße

       

      Kai-Holger Dostal

       

      p.s.: An dieser Stelle ärgert es mich wieder, dass einfach alle diese Frage lesen können und nicht nur berechtigte Nutzer (Berater und deren Mitarbeiter). Ich frage mich ob auch Finanzbeamte hier unterwegs sind, um sich auf die nächste Prüfung händereibend vorzubereiten. Natürlich könnte man noch im Bereich "Kollegen helfen Kollegen" posten, da passiert aber m.E. wenig (nur 147 Mitglieder) und die meisten posten eh vollkommen offen.

      Geändert am 29.04.16 um 09:25 Uhr
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        • 1. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
          theo Erfahrener

          Ich finde erschreckend, dass es so schwierig sein soll, eine Festschreibefunktion (die man aus KaReWe schon immer kennt) einzuführen.

           

          Auf das (gute) Datev-Dokument zum Thema wurde ich leider auch erst durch einen Post in der Community aufmerksam.

          1 von 1 Personen fanden dies hilfreich
          • 2. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
            theo Erfahrener

            Ich frage mich ob auch Finanzbeamte hier unterwegs sind, um sich auf die nächste Prüfung händereibend vorzubereiten.

            Ich denke eher nicht, denn die haben in ihrer Freizeit bestimmt anderes zu tun Von 1 - 10 die für ganz BRD mit 'Online' betraut sind, können sie aber (sporadisch) ausgehen

             

            Wir operieren größtenteils im Raum RE. Dort ist man der Meinung, dass man ein gutes Verhältnis zu seinen sog. 'Kunden' pflegen möchte u. deshalb Schikanen wie bspw. anonyme Testkäufe grundsätzlich ausschließt. Ich denke diese Regelung greift auch für online.

             

            Für die SteuFa vor Ort kann ich allerdings kein gutes Wort einlegen.

             

             

             

            PS Ich bin der Meinung, die FV hat sich mit den GoBD ein dickes Ei ins Nest gelegt. Fälschen war noch nie so leicht wie jetzt.

            Geändert am 30.04.16 um 00:44 Uhr 2 von 2 Personen fanden dies hilfreich
            • 3. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
              steuerberater Fortgeschrittener

              Das Dokument 1080641 der DATEV beschreibt "manuelle" Vorgänge des Kanzleiinhabers um die Digitale Dokumentenablage doch GoBD-konform zu machen.

               

               

               

              Die 1. Verfahrensbeschreibung kann ich als rechtliche Vorgabe nachvollziehen, die nachfolgenden Punkte: 2. Sperren endgültiger Löschung, 3. Sperre Zugriff auf die Datenbank und 4. Schreibschutz der Dokumente jedoch nicht.

               

              Bei den Punkten 2 - 4 ist doch schließlich eine jederzeitige Manipulation möglich! Hier kann der Verantwortliche (Kanzleiinhaber)  zwar Mitarbeiter von bestimmten Handlungen ausschließen, er selber als Admin hat jedoch jederzeit die Möglichkeit zu löschen und zu verändern. Das soll in Ordnung sein? Habe ich die DATEV mit Ihren Hinweisen richtig  verstanden und soll eine solche - banale- Vorgehensweise bei der DATEV-Spitzensoftware und Nr. 1-Lösung der Steuerberater adäquat sein?

               

              Bei eher "unprofessionellen" und für diesen Zweck eigentlich nicht gedachten Daten verstehe ich die in eigener Regie durchzuführenden Schritte, z.B. Emails, pdf-Dokumente, Word etc. außerhalb einer datenbankgestützten Dokumentenverwaltung. Dies ist ja aber eher eine praktische Notlösung als eine wirklich rechtssichere/manipulationsverhindernde Vorgehensweise.

               

               

               

              Darf ich hier keine GUTE Lösung von der DATEV für das viele Geld erwarten? Muss ich als kleine Kanzlei noch mehr Geld für DMS ausgeben (dass aus meiner Sicht für kleine Kanzleien nicht geeignet/notwendig ist.)

               

               

              Kai-Holger Dostal

              • 4. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                silberbauer Einsteiger

                Einen schönen guten Morgen,

                 

                dieses Thema stört uns seit 2003 nicht mehr, denn wir nutzen das DMS der DATEV. Bei zahlreichen Vorträgen von Prüfern der FV wird immer klar gesagt, dass die FV eigentlich erreichen möchte, dass alle ein DMS haben. Die Einstellung halte ich nicht in jedem Fall für haltbar - mal schauen was die Gerichte daraus machen.

                 

                Die zusätzlichen Sicherungen, die die FV in den GoBD fordert bietet die Dokumentenablage definitiv nicht (das ist aber schon seit Anfang 2015 von der DATEV auch so kommuniziert worden).

                 

                Dadurch, dass DMS im Einsatz ist, können wir manche Ablagen für die Mandanten revisionssicher übernehmen (keine BELEGE, die sind UO).

                 

                Wir würden DMS nicht wieder hergeben.

                • 5. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                  steuerberater Fortgeschrittener

                  Hallo Frau Thaller-Birkigt,

                   

                  aktuell wäre der Einsatz von DMS für uns (4 Mitarbeiter) nur im Hinblick auf die "GoBD-Funktion" sinnvoll. Die weiteren Funktionen benötigen wir einfach nicht, zudem ist DMS ein enormer Kostenfaktor. Außerdem ist die Digitale Dokumentenablage (wenngleich sie auch nicht DMS heißt) ja ein ähnliches Programm (es werden Dokumente über eine Software in einer Datenbank gespeichert, gepflegt, benannt etc.) und könnte sicher auch ohne die Zusatzfunktionen der DMS wie Verschlagwortung, Bearbeitungsstand pro Mitarbeiter etc. GoBD-Konform gestaltet sein. Die enthaltenen Dokumente werden per Programm "festgeschrieben" wie es ja in Rewe und Co auch geht......    

                   

                  Gruß

                   

                  Kai-Holger Dostal

                  • 6. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                    silberbauer Einsteiger

                    Hallo Herr Dostal,

                    DMS macht schon noch ein bisschen mehr als nur die Ablage:

                    Volltextsuche auch bei eingegangenen Dokumenten

                    Posteingangsassistent, der alle Bescheide erkennt und zuordnet

                    Abbildung von Prozessen wie Weiterleitungen, Kenntnisnahmen etc.

                    Auf einen Knopfdruck kanzleiweit den Überblick für bestimmte Abfragen (Posteingänge des Tages, der Woche usw.)

                    Auf Knopfdruck alle offenen Dokumente zu sehen usw.

                     

                    Die Betriebsgröße spielt da nicht die Rolle.

                     

                    Der nette Nebeneffekt ist die Revisionssicherheit. Der Preis ist in meinen Augen nicht so hoch, wenn ich mir anschaue was es bringt. Die Ersteinrichtung kostet Geld, klar, aber diese ermöglicht auch, dass man Kanzleiabläufe mal hinterfragt. Sinnvoll ist es in der jeweiligen Region ein Kollegenforum zu besuchen, das einen Nachmittag dauert und Sie sehen im Livebetrieb was abgeht...lohnt sich.

                     

                    Mit sonnigen Grüßen aus Dresden

                     

                    Claudia Thaller-Birkigt

                    • 7. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                      mkinzler Fachmann

                      Beim DMS werden die Dokumente nicht in die Datenbank, sondern in Archive ( meist nur eines bei DMS classic). In der Datenbank stehen nur die Indizierungsinformationen. Diese können gelöscht/geändert werden; die Dokumente im Archiv nicht. Deshalb würde bei einem System wie die Dokumentenablage immer ein Restrisiko bestehen, welches (deutlich) höher als bei einem zertifiziertem DMS ist. Das DMS für sich gesehen ist auch nicht per se GOBD-konform sondern auch nur in Verbindung mit der Organisation drumherum (Verfahrensdokumentation bei ersetzendem Scannen und geeigneten Originalen)

                      • 8. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                        theo Erfahrener

                        KaReWe kann ich auch jederzeit manipulieren. Es ist halt viel Arbeit u. wohl nur aus diesem Grund ein anerkannter Standard zur Festschreibung.

                        • 9. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                          steuerberater Fortgeschrittener

                          Na ja, viele kleine Kanzleien wollen/können sich DATEV nicht leisten, daher wird ja auch nach Simba, Agenda, Lexware und Co. geschielt oder man verzichtet auf möglichst viele Module um die Kosten gering zu halten.

                           


                          Auch wir als ganz kleine Kanzlei wollen die Professionalität der DATEV nicht missen, die monatlichen Kosten für DATEV sind aber schon eine echte Belastung.

                              

                           

                          Dann mal eben DMS für ab ca. 5.000,00€ einzurichten + laufende Kosten, Schulung und Individualisierung ist schon eine zusätzliche finanzielle Hürde......

                           

                          Für eine größere Kanzlei ist DMS aber garantiert sinnvoll.

                          • 10. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                            steuerberater Fortgeschrittener

                            Dies sind ja die "internen" Programmvorgänge (ob , "Archiv" oder "Datenbank")

                             


                            "Offensichtlich" ist aus meiner Sicht die Digitale Dokumentenablage jedoch auch ein DMS. Es werden Dokumente softwaregestützt gemanagt. Einscannen, Benennen, Verschlagwortung, Datum, Jahr, Verbindung zum Posteingang/-ausgang, Zuordnung Mandant, Kategorisierung, Aufgabenerstellung zum Dokument; Notizen, in Bearbeitung. Bearbeiter etc.. Schon ganz schön viele Möglichkeiten, von denen viele kleine Kanzleien nach der gefühlten "Zwangsumstellung" zu DATEV pro noch gar keinen Gebrauch machen.

                            Geändert am 04.05.16 um 09:31 Uhr
                            • 11. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                              mkinzler Fachmann

                              Die Dokumentenablage ist aber nicht revisionssicher, sie bietet nicht einmal Versionierung, was durch die Ablage in einer Datenbank problemlos möglich wäre.

                               

                              Der Unterschied zwischen Datenbank und einem Archiv (*) scheint zwar nur ein "technisches" Detail zu sein, aber eines welche die Revisionssicherheit ermöglicht.

                               

                              * "Bewiesene" Softwarelösung, welche die technische WORM-Speicher auf Standardspeicherlöungen nachbildet.

                              • 12. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                steuerberater Fortgeschrittener

                                Das ist ja gerade meine Kritik....Dem Anwender (wie mir) reichen die Funktionen, die Technik dahinter ist aber nicht ausreichen. Und auch nochmal deutlich gesagt, viel Geld zahlen wir auch dafür.

                                Geändert am 04.05.16 um 09:46 Uhr
                                • 13. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                  mkinzler Fachmann

                                  Die Möglichkeit Versionen für Dokumenten zu verwalten wäre eine sinnvolle Erweiterung für die "Digitale Dokumentenablage"; revisionssicher wäre sie dadurch aber auch nicht.

                                  Wer dies benötigt, muss ein revisionssicheres Archivierungssystem einsetzen ( ersetztendes Scannen usw.) z.B. das DATEV DMS (Saperion).

                                  • 14. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                    silberbauer Einsteiger

                                    Hallo Herr Dostal,

                                     

                                    den Betrag, den Sie  nennen, der bezieht sich auf einmalige Kosten und die haben Sie wirklich zügig rein. Dazu kommt der Effekt, dass man sich auf diese Art und Weise Zeit nimmt die eigene Kanzlei etwas zu durchleuchten, was im Alltag oftmals untergeht.

                                     

                                    Sicher ist die DATEV teuer, aber ein eigenes Rechenzentrum mit Datendrehscheibe, keinerlei Systemabbrüche, wenn man von A nach B möchte ist mit der DATEV umsetzbar und das will dann bezahlt sein. Wir meckern manchmal über unseren Tanker, das dann  zu Recht, aber in Summe ist die DATEV schon ein geniales System. Man sollte bei allem  daran denken: Es ist unsere Genossenschaft (auch wenn das in Nürnberg manchmal vergessen wird, grins) und der Zweck der Genossenschaft ist es uns zu unterstützen. Bei allen genannten Firmen sind es Firmen, die heute das und morgen das machen können; wenn die das Geschäftsfeld nicht mehr für so sinnvoll halten, dann wird entsprechend weniger entwickelt. Das kann uns bei der DATEV nicht passieren und nur durch aussprechen, kann sich etwas verändern - obgleich man hier manchmal gegen Windmühlen zu kämpfen scheint (Cervantes lässt grüßen).

                                     

                                    Zurück zu DMS: Ich kann jedem nur empfehlen über ein Kollegenforum reinzuschnuppern und sich das vorführen zu lassen, wieso schielt man immer auf die Kosten: böse gesagt, wer immer nur auf die Kosten schaut, der entwickelt sich nicht weiter. Wir erzählen den Mandanten, dass sie investieren sollen und dann?! Dazu sind das direkt abziehbare Betriebsausgaben, ein besseres Steuersparmodell gibt es nicht. Wir haben damals mit 4 Tagwerken (war von uns knapp kalkuliert) gearbeitet und wir würden nach 13 Jahren Nutzung von DMS unseren Datenpool nicht mehr hergeben wollen.

                                     

                                    Mit herzlichen Grüßen aus Dresden

                                     

                                    Claudia Thaller-Birkigt

                                    • 15. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                      steuerberater Fortgeschrittener

                                      Hallo Frau Thaller-Birkigt,

                                       

                                      Sie sind ja wirklich hellauf begeistert vom DMS. Darf ich fragen wie viele Mitarbeiter Sie haben?

                                       

                                      Gruß

                                       

                                      Kai-Holger Dostal

                                      • 16. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                        silberbauer Einsteiger

                                        Hallo Herr Dostal,

                                         

                                        klar dürfen Sie, zum Zeitpunkt der Einrichtung 2003 waren wir 20 Mitarbeiter und Partner, mittlerweile sind wir 32 Leute.

                                         

                                        Herzliche Grüße

                                         

                                        Claudia Thaller-Birkigt

                                        • 17. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                          steuerberater Fortgeschrittener

                                          Na in der Größe würde ich auch beim DMS zuschlagen....... Bitte glauben Sie mir, dass eine kleine Kanzlei (und in der Aufbauphase) die Kosten für DMS nicht wuppen kann.

                                          • 18. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                            steuerberater Fortgeschrittener

                                            Gab es eine Stellungnahme der DATEV?

                                            • 19. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                              mkinzler Fachmann

                                              Wenn man die wichtigen Dokumente als Original ablegt (bzw. der Mandant, den es betrifft) dann sollte der Einsatz der Dokumentenablage auch keinen Beinbruch darstellen.

                                              Gab es eine Stellungnahme der DATEV?

                                              Man hat nie versprochen, dass die Ablage diese Vorgabe erfüllt. Das war wohl auch nie geplant.

                                              • 20. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                steuerberater Fortgeschrittener

                                                Versprochen nein, erwartet ja!

                                                • 21. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                  mkinzler Fachmann

                                                  Sie sind noch nicht lang Datevkunde?

                                                  • 22. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                    steuerberater Fortgeschrittener

                                                    Ich arbeite seit 1991 mit der DATEV

                                                    • 23. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                      mjachert Aufsteiger

                                                      Hallo Herr Dostal,

                                                       

                                                      also ich war im letzten Jahr auf diversen Datev-Schulungen. Allen voran der Thementag Rechnungswesen im Herbst, auf dem explizit auch die GoBD thematisiert wurden.

                                                       

                                                      Und auf all diesen Veranstaltungen hatte ich eher das Gefühl, dass die DATEV exakt dieses Thema immer wieder betont hat, um die Kunden dazu zu bringen, DMS zu nutzen, statt des inkludierten Programms Dokumentenablage.

                                                       

                                                      Also wenn ich von der DATEV eine Information wirklich immer und immer wieder im letzten Jahr gehört habe, dann die, dass die Dokumentenablage nicht revisionssicher ist. Dies kann lt. DATEV nur DMS leisten.

                                                       

                                                      Bei Schulungen zu den GoBD, die nicht von der DATEV kamen, ist jedoch darauf hingewiesen worden, dass auch - eine entsprechende Verfahrensdokumentation vorausgesetzt - regelmäßige Sicherungen der Bestände z.B. auf externen Festplatten o. a. Datenträgern völlig ausreichen, um die Revisionssicherheit zu gewährleisten. Es gibt also auch Wege ohne DMS! Aber wenn ich DATEV Mitarbeiter wäre, würde ich das in den Schulungen auch nicht erwähnen :-)

                                                       

                                                      Grüße

                                                       

                                                      Manuela Jachert

                                                      • 24. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                        andreashofmeister Fachmann

                                                        Das ganze hakt auch insofern an vernünftigen Alternativen zum DATEV-DMS.

                                                         

                                                        Es scheint da keine ernstzunehmende Optionen zu geben......

                                                         

                                                        Was ja zumindest für eine bessere Entscheidungsfindung nicht von Nachteil sein dürfte. Denn auch bei DMS kauft doch DATEV von anderen ein, oder?

                                                        • 25. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                          willimüller Erfahrener

                                                          Hallo Newgroup,

                                                          wenn die Datev es jahrelang nicht schafft, die elektronisch übermittelten Steuererklärungen automatisch und unveränderbar abzuspeichern, kann ich die von Frau Jachert beschriebene Läuterung der Datev nicht ganz ernst nehmen. In der DokAbl ist doch nicht viel "Musik" drin; wo steckt denn das Risiko, wenn ein Steuerberater den word Brief oder das excelsheet für einen Mandanten nicht unveränderbar gespeichert hat?

                                                          Was mache ich außerdem, wenn ich auf einem Schreiben oder einer Tabelle noch eine handschriftliche Notiz anbringe? Muss ich das dann einscannen und bei dem unveränderbaren Original anheften ;-)

                                                          Also liebe Datev: Bitte lieber dafür sorgen, dass Steuererklärungen; Bundesanzeiger und FA Jahresabschlüsse etc. unveränderbar automatisch abgespeichert werden.

                                                          • 26. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                            andreashofmeister Fachmann


                                                            Herr Müller, volle Zustimmung! Es kann kein großer Schritt mehr sein. Als PDF kann man sie ja schon nach dem Senden automatisch in die DokAbl. ablegen.

                                                             

                                                            Alles andere muss dann leider noch per Hand erledigt werden.....

                                                             

                                                            Aber die Hoffnung.....

                                                            • 27. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                              frank.pfeiffer Einsteiger

                                                              Hallo Group,

                                                               

                                                              ich habe die Diskussion und die Für und Wider hier ein bisschen verfolgt und denke, dass es für die vielen Argumente auch durchaus gute Gründe gibt. Für eine große Kanzlei rechnet sich DMS sicherlich und steuert auch die Abläufe. Für eine kleine Kanzlei sind die Kosten ziemlich hoch und von der Einrichtung will ich gar nicht erst sprechen, obwohl man die auch selber machen kann, wenn man entsprechendes Know How hat.

                                                               

                                                              Wenn man sich DMS aber mal genauer betrachtet, ist das ein komplett separates Client/Server System, was über Schnittstellen mit den Datev-Programmen die Daten austauscht. Von einer integrierten Lösung kann man wohl nicht sprechen, wenn ich z.B. eine separate Rechte- und Userverwaltung habe und die vielgepriesene Nutzungskontrolle beim DMS gar nicht greift. Der Vorteil ist der, dass die Datev auch aktiv an der Entwicklung arbeitet.

                                                               

                                                              Wenn man aber schon von einem separaten System mit Schnittstellen spricht, kommen auch einige andere Lösungen auf den Plan, die ähnliche Funktionalitäten haben und da kann sich jeder selbst ein Bild machen, ob ihm die ausreicht oder nicht. Als Beispiel sei lobodms, elo office oder ECM genannt, die allesamt Schnittstellen zur Datev haben, die mehr oder weniger Funktionen abdecken, aber auch entsprechend weniger kosten. Selbst große Datev Anwender setzen lobodms ein und nicht Datev DMS.

                                                               

                                                              Alles aus einer Hand ist allerdings bequemer und im Falle einer Störung muss man nur eine Nummer wählen (dann 15 Minuten Wartemusik anhören, noch mal wählen usw. ).

                                                              • 28. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                                andreashofmeister Fachmann

                                                                Eben! Wenn es immer noch nicht klar ist (und das scheint bei vielen Nutzern noch so zu sein), dass der DMS-Client immer noch leistungsfähiger ist als das eigentliche System, es dann auch noch ein eigenes Rechtesystem gibt etc. pp., warum dann die Eile?

                                                                 

                                                                Lieber ein Einstieg in ein vernünftiges, dann gut entwickeltes DMS und vorher die DokAblage (ja ich weiß, es sind unterschiedliche System), als wieder oder immer noch ein intransparentes System mit Zähneknirschen.

                                                                 

                                                                Denn: es ist ja auch ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Projekte, die ich begleitet habe, gingen immer einher mit der DATEV- Consultingleistung (was ja auch nötig ist, zumindest sollte man es nicht ganz allein machen.....)

                                                                 

                                                                Und nur wegen der GoBD? Da gibt es noch andere -wichtigere- GoBD-Baustellen!

                                                                • 29. Re: Digitale Dokumentenablage: Diese ist nicht per se´GoBD konform!
                                                                  frank.pfeiffer Einsteiger

                                                                  Die GOBD und kein Ende!

                                                                   

                                                                  Es mag ja sein, dass ich mit meiner Meinung mal wieder ganz alleine auf weiter Flur stehe, aber bitte korrigieren sie mich, wenn ich völlig daneben liege.

                                                                   

                                                                  Die GOBD, von der alle reden, mit der alle Mandanten verrückt und Finanzbeamte zu Monstern gemacht werden, ist nichts anderes, als ein BMF Schreiben und lediglich eine Verwaltungsanweisung, an die weder Steuerzahler noch Gerichte gebunden sind. Die Marketingmaschinen aller Dienstleister, Soft- und Hardwarehersteller laufen auf Hochtouren und jede Werbebroschüre wird von einem Gefängnisfoto geziert.

                                                                   

                                                                  Man sollte die Verwaltungsanweisung natürlich nicht ignorieren und sich darauf einstellen, dass die Prüfer sich zukünftig daran halten werden (die müssen im Gegensatz zu allen anderen). Die Mandanten müssen natürlich auch entsprechend informiert und unterstützt werden, um sie darauf vorzubereiten, was zu beachten ist und wohin die FV zukünftig genauer hinschaut.

                                                                   

                                                                  Das soll heißen, dass es nicht notwendig ist, alles auf den Kopf zu stellen, nur weil z.B. ersetzendes Scannen oder die Kassenführung angesprochen wird. Die Vorschriften zu Kassenführung existieren schon seit 2004 und wurden jetzt noch einmal in Erinnerung gerufen. Das ersetzende Scannen und wie die Verfahrensanweisung auszusehen hat, mag der eine oder andere Prüfer vielleicht auch unterschiedlich beurteilen und vielleicht ist es ratsam, das im Rahmen eines Gespräches mit den lokalen Finanzämtern einmal anzusprechen. An diesem Punkt fehlt allen Beteiligten noch die Erfahrung.

                                                                  1 2 Zurück Weiter