12 Antworten Neueste Antwort am 06.10.2019 17:02 von andreashofmeister

    FinApi - wer hat das denn verbrochen?

    dprobst Einsteiger

      Fast ein ganzer Arbeitstag verbraten für die Umstellung auf FinApi. Im Ergebnis nur Probleme:

       

      1. Personalisierter Zugriff: Kontoumsätze abholen kann nur, wer die Umstellung gemacht hat. Wollen andere Mitarbeiter abholen, müssen sie einen eigenen Benutzer anlegen. Dazu braucht es aber dann Push-Tan oder andere Legitimationsmethode. Was passiert wenn der Mitarbeiter im Urlaub ist?
      2. Automatische Abholung der Kontoumsätze nicht möglich. Dazu braucht es dann RZ-Bankinfo oder was? Es lebe die Digitalisierung. Wir haben alle Fibu-Mandanten mittlerweile auf Kontoauszugsmanager umgestellt. Heisst das, jetzt muss jemand jeden Tag für jedes Konto und jeden Kontenabruf am PC PIN und TAN manuell eingeben?

      Da kann man doch nur sagen die Kombination der digitalen Welt mit der Steinzeit ist perfekt gelungen !!!

       

      Liebe Datev, das ist schlichtweg nur Schwachsinn. Bitte lasst euch schleunigst was einfallen. Dieser Zustand ist nicht tragbar.

       

      Schöne Grüße aus München

       

      Dieter Probst

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        • 1. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
          mkinzler Meister

          DATEV und SCHUFA. Eine Hand wäscht die andere.

          • 2. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
            andreashofmeister Experte

            Wann haben Sie denn von FinApi das erste mal erfahren?

            • 3. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
              Tobias Ettl Fortgeschrittener
              Liebe Datev, das ist schlichtweg nur Schwachsinn. Bitte lasst euch schleunigst was einfallen. Dieser Zustand ist nicht tragbar.

               

              Dann müssen Sie auf EBICS umstellen und keine HBCI-Zugänge nutzen!

               

              Dieser Zustand ist nur durch das Inkrafttreten einer europaweiten Richtlinie PSD2 entstanden...Hieran wird sich nichts mehr ändern.

               

              Edit: LEIDER, wir fühlen mit Ihnen!

              Geändert am 17.09.19 um 17:05 Uhr
              • 4. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                andreashausmann Fortgeschrittener

                Hallo Herr Probst,

                 

                ich kann Ihren Frust verstehen, die Europa-Richtlinie PSD2 iVm finAPI ist gelinde gesagt eine Katastrophe (selbst für die Banken).

                 

                Die DATEV ist aber für den Großteil der Probleme meiner Meinung nicht verantwortlich.

                a) Die Banken waren selbst nicht vorbereitet, weshalb keine Umstellung möglich war.

                b) Die Richtlinie erfordert Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Abruf von Kontoauszügen

                c) Auch wenn der Einsatz von finAPI sicherlich viele Fragen aufwirft, habe ich es so verstanden, dass finAPI der DATEV von der Bafin empfohlen wurde.Wer würde hier auf einen anderen Anbieter setzen?

                d) Ich glaube kaum, dass die DATEV Entwickler viel Freude daran hatten Ihr Produkt zu verschlechtern. Die ganze Entwicklungszeit die die Anpassungen für PSD2 gekostet hat, fehlt letztendlich bei der DATEV an einer anderen Stelle.

                 

                Sicherlich gibt es gewisse Sachen hinsichtlich der Umsetzung (Kreditkartenkonten) und des Zeitplans, die besser hätten gemacht werden können. An den Anforderungen von PSD2, an der Umsetzung bei den Banken kann die DATEV aber nichts ändern.

                Geändert am 17.09.19 um 16:56 Uhr 2 von 3 Personen fanden dies hilfreich
                • 5. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                  Gelöschter Nutzer Einsteiger

                  Wann haben Sie denn von FinApi das erste mal erfahren?

                  vorab: Solch süffisante Bemerkungen unter Kollegen finde ich entbehrlich.

                   

                  Zum Thema:

                  Was ich leider erst nach einiger Zeit kapiert habe ist, dass in unserem Fall - wie vermutlich auch bei vielen KollegInnen -  die RZ Lösung die einzige vernünftige Alternative ist.

                  Wir benötigen Kontoauszüge nur zum elektronischen Buchen, arbeiten nicht mit Unternehmen online und veranlassen keine Zahlungen für Mandanten.

                  Die Umstellung geht schnell - bis auf ein paar blöde Deutsche Großbanken, die eine eigene Teilnahmeerklärung haben möchte, die der Mandant anfordern muss.

                  Bei den anderen Banken stoße ich die Umstellung an, schicke das Formular mit der Bitte um Unterschrift und Weiterleitung an die Bank per Mail/Fax an den Mandanten und das war es (einen Problemfall gab es, den konnte die Datev Hotline aber schnell lösen - Danke).

                  Über die Kosten des RZ Abrufs kann man reden, muss man aber nicht.

                  Wenn die Datev das für solch einfache Fälle so klar kommuniziert hätte und ich nicht dauernd etwas von FinApi gehört und gelesen hätte, wäre das ganz flott gegangen.

                  Einen schönen Feierabend.

                  Karl Schmidt

                  • 6. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                    boomboom Einsteiger

                    wir haben so umgestellt und hatten quasi keinen stress.

                    Nachdem man dann die Bankgebühren abgeklappert hat, die Datev-Preisliste und diverse Dokumente hat man dann irgendwann gemerkt, dass es gar nicht so kompliziert ist..  da fehlt ein klarer Leitfaden. kann man irgendwo in 6 Zeilen oder so unterbringen. Aber stattdessen gabs viel Text, Verlinkungen, Checklisten (mit viel Text..), Mitteilungen via Post, Mail usw. War aber bestimmt gut gemeint .

                    Geändert am 18.09.19 um 08:00 Uhr
                    • 7. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                      dprobst Einsteiger

                      Mein Problem:

                       

                      wir haben rd. 150 Konten online zzgl. der Bankkonten der Kanzlei.

                      Von den 150 Konten sind ca. 50 Treuhandkonten. Das heißt, wir verwalten hier fremdes Geld. Ich hätte halt gern jeden Tag den aktuellen Kontensaldo der Treuhandkonten. Gleichzeitig müssen aber auch Zahlungen über die Treuhandkonten getätigt werden.

                       

                      Darüber hinaus haben wir für einige Mandanten auch den Zahlungsverkehr übernommen.

                       

                      Das gleiche Problem haben wir bei unseren Kanzleikonten. Für die Kanzlei-Fibu reicht RZ-Bankinfo. Jede Lohnzahlung, jede Rechnung muss ich dann von Hand im Internetbanking eingeben. Obwohl Datev im Kanzlei-Rewe und in LuG die Überweisungsdaten im Zahlungsverkehr bereit stellt.

                       

                      Damit ich also täglich meine Kontoumsätze und -salden abrufen kann brauch ich RZ-Bankinfo, damit ich für die gleichen Konten eine Überweisung tätigen kann, brauch ich finAPI.

                       

                      Mir ist schon klar, dass die Richtlinie ein Geschenk der EU ist - für den Inhalt ist die Datev natürlich unschuldig, dafür entschuldige ich mich bei der Datev für meinen Unmut - aber ist es denn wirklich unmöglich bei finAPI eine automatisierte Umsatzabholung zu integrieren?

                       

                      Wenn ich mir die diversen Threads hier zu dem Thema anschaue, bin ich doch wirklich nicht der einzige, der am schimpfen ist.

                       

                      Es wird einfach dringend eine einheitliche Software-Lösung benötigt

                      • 8. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                        andreashausmann Fortgeschrittener

                        Hallo Herr Probst,

                         

                        für die Verwaltung so vieler Konten bietet sich pauschal am besten das EBICS-Verfahren an. Darüber können Sie beliebig viele Konten bei verschiedenen Banken verwalten.

                        Der Abruf erfolgt mit Hilfe der SmartCard/SmartLogin.

                         

                        Passen Sie bei der Anlage von EBICS nur auf, dass die Banken für jedes Unternehmen eine eigene Kunden-ID vergibt, damit eine saubere Trennung der Konten in Unternehmen online gegeben ist.

                         

                        Seitens finAPI wird eine automatische Lösung nicht möglich sein. Durch die Erfordernis der starken Authentifizierung (TAN) ist der Prozess über dieses Verfahren nicht automatisierbar. Ich selbst nutze für mein privates Banking Outbank und werde bei jedem Aufruf der App von der Aufforderung zur TAN-Eingabe begrüßt. Sehr lästig, aber es hilft nichts.

                         

                        Bitte beachten (bei finAPI habe ich es jetzt nicht geprüft, da ich sofort auf EBICS umgestiegen bin), der Abruf der Kontoumsätze über EBICS kann maximal bis zu den Umsätzen des Vortrags vorgenommen werden.

                        Es gibt zwar bankseitig die Möglichkeit auch den Abruf vorgemerkter Umsätze zu aktivieren (VMK Kennzeichen), DATEV Unternehmen online kann dieser aber bisher nicht anzeigen.

                         

                        DATEV Unternehmen online kann Stand heute schon SEPA.xml Dateien mit den Überweisungsinformationen exportieren. Die Online-Banking Portale bieten hier aber leider oft keine Möglichkeit dieses Standardformat zu verarbeiten. Über gängige Zahlungsverkehrs Software sFirm, Starmoney, etc. lassen sich diese aber problemlos verarbeiten.

                        1 von 1 Personen fanden dies hilfreich
                        • 9. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                          metalposaunist Meister
                          Seitens finAPI wird eine automatische Lösung nicht möglich sein. Durch die Erfordernis der starken Authentifizierung (TAN) ist der Prozess über dieses Verfahren nicht automatisierbar.

                          Naja, da das jede Bank ja anders macht und z.B. die VR Bank wohl nicht bei jeder Umsatzabfrage eine TAN braucht, könnte man es doch so einrichten: automatisiert jeden Tag eine Anschaltung > wenn die TAN Abfrage kommt > Abbruch, Hinweis an Anwender.

                           

                          Im besten Falle bracht man so nur alle 90 Tage eine TAN und hat zumindest 90 Tage lang automatisiert die aktuellen Umsätze.

                           

                          Und: Hinterlegung einer Liste, welche Bank wann eine TAN für Umsätze braucht, sodass beim Aktivieren ein Hinweis kommt: Achtung, Ihre Bank möchte bei jeder Abfrage eine TAN. Aktivierung des automatischen Abrufs nicht möglich.

                           

                          Allein, dass jede Bank wieder ihr eigenes Süppchen kochen muss ... dann gibt es von ganz, ganz oben eine Vorgabe und dann eiert man in Deutschland mit den x Banken derart rum .

                           

                          werde bei jedem Aufruf der App von der Aufforderung zur TAN-Eingabe begrüßt. Sehr lästig, aber es hilft nichts.

                          Und die App der Commerzbank authentifiziert sich mit einer TAN bzw. der photoTAN App am gleichen Gerät. Ist das Sinn der Sache?! Sicher geht auch anders.

                          Geändert am 18.09.19 um 11:33 Uhr 3 von 3 Personen fanden dies hilfreich
                          • 10. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                            Gerd Görtz Aufsteiger

                            ... Ich selbst nutze für mein privates Banking Outbank und werde bei jedem Aufruf der App von der Aufforderung zur TAN-Eingabe begrüßt. Sehr lästig, aber es hilft nichts.

                             

                            Seit dem gestrigen Update dürfte sich das Problem erledigt haben.

                             

                            Ich wende diese nützliche Zweitauswertung zum Nachsehen an, wenn eine Bank, die nur 180 Tage die Zahlen zur Verfügung stellt und die Abruffrist für die .pdf Kontoauszüge mal wieder verpasst wurde.

                             

                            Da aber bekanntlich alles fließt stehen auf einmal im eSafe die Kontoauszüge für 1Jahr bereit.

                            • 11. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                              Gelöschter Nutzer Einsteiger

                              Und die App der Commerzbank authentifiziert sich mit einer TAN bzw. der photoTAN App am gleichen Gerät. Ist das Sinn der Sache?! Sicher geht auch anders.

                              Die Postbank App ist noch unsensibler (aber dadurch sehr einfach zu bedienen...). Nur eine Authentifizierung reicht, um App und TAN starten und generieren zu können

                              1 von 1 Personen fanden dies hilfreich
                              • 12. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                                metalposaunist Meister

                                Es liegt nicht immer alles an DATEV: Bafin: Kunden beklagen mehr Störungen beim Online-Banking - Golem.de

                                 

                                Traurig, traurig. Mal wieder würden mich andere Länder in der EU reizen, ob die ebenfalls solche Probleme haben oder wie die PSD2 umgesetzt haben.

                                • 13. Re: FinApi - wer hat das denn verbrochen?
                                  andreashofmeister Experte

                                  Der Satz sagt zum einen doch alles:

                                   

                                  "Die Umstellung auf die neuen Sicherheitsverfahren beim Online-Banking führen bei den veralteten IT-Systemen der Banken zu Störungen".

                                   

                                  Zum anderen haben sich die meisten der  Banken auf den letzten Drücker mit der Materie beschäftigt. Was man von DATEV nicht behaupten kann.

                                   

                                  Das Thema ist und war  hier seit über einem Jahr auf der Agenda!

                                  Geändert am 06.10.19 um 17:02 Uhr 2 von 2 Personen fanden dies hilfreich