0 Antworten Neueste Antwort am 10.05.2019 09:31 von martin65

    Auswüchse bei den Steuerformularen

    martin65 Aufsteiger

      Nachdem inzwischen die meisten Steuererklärungen freigeschaltet wurden, habe ich mich gewundert, warum die Steuererklärungen immer mehr Anlagen/Seiten benötigen.

       

      Ich habe gerade (für einen Mandanten) eine Körperschaftsteuererklärung ausgedruckt. 24 beschriebene Seiten; also 12 Blatt Papier. Der Mandant hat genau eine Position, die "beweglich" ist; nämlich der Gewinn. Keine nicht abziehbaren Ausgaben etc.

       

      Auch die Umsatzsteuer wurde nicht verschlankt, sondern um 2 Seiten erweitert. Geschäftsvorfälle, die früher in einer Anlage abgebildet wurden, wurden in das "Hauptformular" übernommen. Und die "nackte" Gewerbesteuererklärung ist jetzt 6-seitig.

       

      Es mag altmodisch klingen, aber meine Mandanten bekommen die Steuererklärungen zusammen mit dem Jahresabschlussbericht (auch) in Papierform. Diese Unterlagen findet der Mandant im Zweifel schneller in seiner Papierablage als die elektronische Version.

       

      Meine Frage an die DATEV. Hat so eine große Organisation, die die meisten Steuererklärung in Deutschland erstellt, keine Einfluss auf die Darstellung und den Aufbau der Steuererklärungen? Wenn z.B. auf der ersten Seite der KSt-Erklärung eine halbe Seite dafür verwendet wird die Rechtsform anzukreuzen ist dies aus meiner Sicht bedenklich 34! Checkboxen zum ankreuzen.

       

      Warum müssen in der Anlage GK Angaben zu

      -Anteile an Investmentfond (1 Seite)

      -Anteile an Spezialinvestmentfonds (knapp 2 Seiten)

       

      gemacht werden? Ich muss zugeben, dass ich in meiner langjährigen Berufstätigkeit solche Angaben noch nie gemacht habe. Vielleicht liegt es einfach auch an meiner Mandantenstruktur.

       

      Ärgerlich ist es alle mal und kein Weg in die Papiervermeidung.

       

      Hinweis: Ich möchte meinen Mandanten nicht das Freizeichnungsdokument an die Hand geben. Das drucke ich (nur) für mich und der Unterschrift wegen.

       

      Freitagsgrüße aus dem Rheinland.

       

      Martin Heim

      Steuerberater

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