9 Antworten Neueste Antwort am 04.08.2017 09:07 von atheis

    Änderung der Formulare GuE 2015

    chrspannknebel Beginner

      Hallo zusammen,

      die Formulare zur gesondert und einheitlichen Feststellungserklärung haben sich ja für den VZ 2015 geändert. Die Daten zu Sonderbetriebseinnahmen etc. werden in einer eigenen Anlage SE/AVSE dargestellt; nicht mehr in einer separaten Anlage EÜR. Wie bekomme ich denn jetzt dort die Daten aus einem anderen Datenbestand des Beteiligten rein? Früher konnte ich über den entsprechenden Ordnungsbegriff die Daten aus dem (SoBV-)Bestand direkt in die EÜR der GuE weitergeben. Jetzt nicht mehr?

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        • 1. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
          stephanievogeley DATEV-Mitarbeiter

          Sehr geehrter Herr Spannknebel,

           

           

          wie Sie schreiben, sind ab Feststellungszeitraum 2015 für Personengesellschaften, die eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen, die Angaben zu den Sonderbetriebseinnahmen und -ausgaben der Beteiligten in der neuen Anlage SE zu erfassen. Für die Anlage SE (wie auch für die neuen Anlagen AVSE und ER) ist derzeit eine Programmverbindung aus Kanzlei-Rechnungswesen nicht möglich; eine Umsetzung für kommende Feststellungszeiträume ist in Prüfung.

           

          Mit freundlichen Grüßen

          Stephanie Vogeley

          DATEV eG

           

          • 2. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
            chrspannknebel Beginner

            "Richtige" Antwort, aber seeeehr unbefriedigend.

            Jetzt hat man schon ein separates Mandat angelegt mit Jahresabschluss, Anlagevermögen, SoBA etc. und darf dann bei der GuE die Werte aus der Fibu (EÜR) abtippen.

            Ich bin mal ganz frech und verlange eine Schnittstelle.

            Genau so wie die Pflege von IAB über den Programmbestandteil in der Fibu inkl. automatischer Verbuchung über Statistikkonten und quasi doppelter Erfassung in den Steuerprogrammen. Das wäre doch auch über eine Schnittstelle lösbar.

            • 3. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
              cwittke Neuling

              Sehr geehrte Frau Vogeley!

               

              Auch ich finde die Antwort sehr unbefriedigend. Als große Kanzlei mit Beratungsschwerpunkt Heilberufe bedeutet das manuelle Eintragen für uns einen erheblichen Mehraufwand. Erst das Tippen, dann die Kontrolle - das ist EDV zu Fuß. Zumal die Lösung durch die Schnittstelle EÜR hervorragend funktioniert hat. Ich wünsche sehr, dass eine Umsetzung baldmöglichst vorgenommen wird.

               

              Mit freundlichen Grüßen

               

              Cl. Wittke

              • 4. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
                kanzleivogt Neuling

                Sehr geehrte Frau Vogeley,

                 

                ich kann mich den Antworten: 2-3.RE nur anschließen. Eine Umsetzung der Schnittstelle ist meines Erachtens wichtig und sollte nicht auf die nächsten Veranlagungszeiträume verschoben werden, bzw. nicht umgesetzt werden. Ich gehe doch davon aus, dass die Datev eG bereits seit längerem wusste, dass ab 2015 eine Änderung der Formulare erfolgt.

                 

                In Anbetracht der Einstellung der Ärztekontenrahmen SKR... und der bisher nicht erfolgten Umsetzung der Schnittstelle KaReWe zu Anlage SE/AVSE finde ich die orogrammtechnische Unterstützung der Datev eG für Steuerberater im Bereich der Heilberufe als nicht ausreichend.

                 

                Die manuelle Umsetzung der Sonderüberschussrechnung und der Sonderanlagenbuchhaltung in die Anlage SE/AVSE ist meines Erachtens nicht zeitgemäß und sollte von der Datev eG umgehend und wie bisher auch, als programmtechnisch gesteuerte Lösung angeboten werden.

                 

                Eine Antwort, wie die Prüfung der Datev eG hinsichtlich der Umsetzung ausgefallen ist, wäre sehr wünschenswert.

                 

                Mit freundlichen Grüßen

                 

                M. Vogt, Steuerberater 

                • 5. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
                  stephanievogeley DATEV-Mitarbeiter

                  Sehr geehrter Herr Vogt,

                   

                  die Prüfung zum Umsetzen der Programmverbindung in das Programm Gesonderte – und einheitliche – Feststellung hat leider ergeben, dass die Schnittstelle auch für zukünftige Feststellungszeiträume nicht angeboten wird.

                   

                  Hauptgrund dafür ist, dass die bisherige Schnittstelle zur Anlage EÜR für die Schnittstelle zu den neuen Anlagen nicht genutzt werden kann, da sich technische Rahmenbedingungen geändert haben. Es müsste eine ganz neue Programmverbindung entwickelt werden. Dies ist nicht schnell realisierbar und nur mit einem hohen Entwicklungsaufwand verbunden.

                   

                  Des Weiteren sind vergleichsweise wenig Kanzleien von diesem Sachverhalt betroffen (ca. 1% der elektronisch übermittelten GuE-Fälle). Wir verstehen, dass für Sie dieses Argument ggf. nicht von hoher Bedeutung ist, für uns ist bei der Prüfung der umzusetzenden Themen jedoch u. a. entscheidend, wie viele unserer Mitglieder von einer Lösung profitieren.

                   

                  Trotz allem können wir Ihren Wunsch nach einer Programmverbindung gut verstehen, die Entscheidung gegen eine Umsetzung ist uns nicht leicht gefallen.

                   

                  Die Entwicklerkapazitäten werden derzeit in die Weiterentwicklung der DATEV Steuerprogramme investiert. Neben den vorrangig zu berücksichtigenden gesetzlichen Änderungen stehen bzw. standen derzeit folgende Themen im Vordergrund:

                   

                  • Ergänzen der bisherigen Übersicht "Elektronische Übermittlung" im DATEV Arbeitsplatz pro um Übermittlungsinformationen zur E-Bilanz (seit August 2016, DVD 10.0)
                  • Modernisieren der Programmoberfläche, insb. der Erfassungsformulare (geplante Freigabe: Anfang 2017)
                  • Neue Funktion "Blick in weitere Jahre", die z. B. das zeitgleiche Öffnen eines Vorjahresbestands ermöglicht (geplante Freigabe: Anfang 2017)
                  • Gemeinsamer elektronischer Datenaustausch zwischen Kanzlei, Mandant und weiteren Dritten; in einem ersten Schritt soll der elektronische Belegaustausch zwischen Mandant, Kanzlei und Finanzverwaltung realisiert werden (geplante Freigabe: ab 2018).

                  Auch wenn Ihnen in dieser Aufzählung Ihre gewünschte Programmverbindung fehlt, hoffen wir, dass Sie von den oben genannten Themen in der Praxis profitieren werden.

                   

                  Mit freundlichen Grüßen

                   

                  Stephanie Vogeley

                  DATEV eG

                  Geändert am 30.08.16 um 12:43 Uhr
                  • 6. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
                    hoeltker Neuling

                    Sehr geehrte Frau Vogeley,

                     

                    Ihre Antwort ist unbefriedigend und ich vermute einfach mal, dass doch mehr Fälle von der fehlenden Programmverbindung betroffen sind, als von Ihnen ermittelt.

                     

                    Wenn die DATEV es tatsächlich nicht schaffen sollte, eine solche Programmverbindung zu erstellen, obwohl sie es bei den alten Formularen geschafft hat, stelle ich mir die Frage, weshalb die DATEV als Genossenschaft für ihre Mitglieder nicht beim Finanzamt eine Änderung der Formulare verlangt, die ein fortschrittliches, modernes Bearbeiten der Steuererklärungen ermöglicht. Es kann doch nicht sein, dass die Steuerberater die Leidtragenden der Modernisierung sind!

                     

                    Mit freundlichen Grüßen

                     

                    Mike Höltker

                    Steuerberater

                    • 7. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
                      christophb Neuling

                      Da der letzte Beitrag von Seiten der DATEV nun schon fast ein Jahr alt ist, wollte ich das Thema nochmal nach vorne pushen...

                       

                      Leider betrifft das bei uns nämlich nicht "nur 1% der Fälle", sondern fast die Hälfte unserer Unternehmensmandate. Alles Freiberufler (Ärzte, Rechtsanwälte, sonstiges) in Personengesellschaften. Die Anlagen SE und AVSE per Hand zu befüllen ist fast nicht zumutbar in der heutigen Zeit...

                       

                      Von daher, liebe DATEV, gibt es da Neuigkeiten??

                      • 8. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
                        wiewitzig Aufsteiger

                         

                        Es müsste eine ganz neue Programmverbindung entwickelt werden. Dies ist nicht schnell realisierbar und nur mit einem hohen Entwicklungsaufwand verbunden.

                        Also wir bezahlen für das Einkommensteuerprogramm (einschl. e+g Feststellung) ca. € 80 monatlich. Macht im Jahr € 960 x geschätzt 30.000 Kanzleien = 28 Mio. Euro. pro Jahr!

                        Wo wurden die denn in den letzten Jahre in die Steuerprogramme investiert?

                        • 9. Re: Änderung der Formulare GuE 2015
                          atheis Beginner

                          Da schließe ich mich doch direkt an! Bei uns betrifft es sogar mehr als die Hälfte der Fälle. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Wunsch nach einer Schnittstelle nur sporadisch vorkommt....! Mein größtes Problem ist  allerdings, dass ich unseren Mitarbeitern nicht sinnvoll erklären kann, warum das immer noch nicht geht ...! Ich habe dazu wöchentlich anrufe...! Daher weiterhin die Bitte: Schnittstelle schnellstmöglich programmieren!