3 Antworten Neueste Antwort am 29.11.2018 10:38 von sebastian.schwoerer

    Einkünfteermittlung bei vermögensverwaltender GmbH & Co. KG

    sebastian.schwoerer Beginner

      Liebe Community,

       

      Ich suche nach einem Denkanstoß für folgendes Problem:

       

      Wir betreuen eine vermögensverwaltende GmbH & Co. KG, die NICHT gewerblich geprägt ist. Das heißt:

       

      • Handelsrechtlicher Jahresabschluss als Kleinstgesellschaft mit Hinterlegung.
      • Steuerrechtliche Einkünfteermittlung nach § 21 EStG, dementsprechend auch keine Anlage EÜR und keine E-Bilanz.
      • Aber, damit es nicht zu leicht wird, die Verlustermittlung inklusive § 15a EStG-Logik.

       

      Wir erhalten eine umfangreiche DATEV-Fremdbuchhaltung (SKR 03) vom Mandanten mit OPOS. Ich habe bislang folgende Lösung, damit ich den Buchhaltungsbestand für beide Schlussauswertungen verwenden kann:

       

      1. Einrichten zweier Bereiche (einmal Handelsrecht mit ZOT für Kleinstgesellschaft; einmal Steuerrecht mit ZOT 4/3 Gewinnermittlung)
      2. Man muss leider etwas aufpassen, da man einige sonstige Verbindlichkeiten und Vermögensgegenstände nicht anbuchen sollte, sonst kürzt die ZOT 4/3 die Betriebsausgaben nicht korrekt. Daher buche ich neben den OPOS, die Konten 1610 ff. an, um diverse Abgrenzungen auch steuerlich korrekt zu berücksichtigen.
      3. Die ZOT für 4/3 wird textlich angepackt, dass der Bezug zu den Gewinneinkünften verschwindet.

       

      So weit, so gut... Solange ich als Kleinstgesellschaft unterwegs bin, ist das mit den Bilanzausweisen ("Verb a LuL" vs. "sonst. Verb.") nicht relevant.

      Mit dieser Technik wird es auch recht einfach einen Bilanzbericht zu stricken. Denn, ich würde sehr gerne vermeiden, die DATEV-Jahresabschlussauswertungen nochmals anzupacken, und sie für steuerliche Zwecke "auf links zu drehen". Eine Datengrundlage für alles soll schon der Anspruch sein.

       

      Dennoch finde ich das obige Szenario alles in allem recht umständlich. Da diese Zwittergesellschaften zwar selten, aber nicht einmalig sind, wollte ich mal reinhorchen, ob es hierfür auch geschicktere Lösungen gibt.

       

      • Hat jemand ggf. eine ZOT nach § 21 EStG, die auch sonstige Verbindlichkeiten entsprechend einbezieht?
      • Wie löst man das mit den unterschiedlich laufenden Kapitalkonten am idealsten...?
      • Gibt es andere Erfahrungswerte, die wertvoll wären?

       

      Vielen Dank vorab...

      Geändert am 12.11.18 um 15:47 Uhr
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