Hallo,
ich habe ein Problem und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich damit alleine bin. Ich finde aber leider nichts im Google oder in diesem Forum.
Grundsätzlich soll ja alles auf der Rechnung stehen, was abrechnungsrelevant ist, und als ZUGFeRD dann gesendet. Zusatzdokumente soll es nicht mehr geben.
Soweit zur Theorie. Die Praxis sieht halt leider anders aus.
Wir bekommen von Speditionen Rechnungen als ZUGFeRD. Prima. Aber die dazugehörigen Steuerbescheide mit relevanten Inhalten, wie Zoll oder Einfuhrumsatzsteuer erhalten wir nachwievor als schödes PDF als zusätzliche Datei.
Wie geht man damit jetzt um?
Ich möchte das doch alles zusammen an der Buchung haben. Der Wirtschaftsprüfer möchte es sehen, wenn er sein Testat macht, der Betriebsprüfer möchte es sehen, wenn er eine Prüfung hat.
Ich sehe derzeit nur 3,5 Möglichkeiten und die Bewerte ich aus meiner Sicht gleich mit dazu:
1. Möglichkeit:
Wir fassen die zwei PDF im PDF Creator einfach zusammen und verlieren das ZUGFeRD - Format und lesen es dann als Bilddatei ein.
Im Moment sicher noch machbar, aber für die Zukunft problematisch, wenn das Einlesen einer E-Rechnung bestätigt ist. Außerdem schade, wenn man sich ein standardisiertes Format kaputt macht.
2. Möglichkeit:
Wir verknüpfen ZUGFeRD-Rechnung mit der Buchung. Für den Steuerbescheid erstellen wir auf Datev Online einen eigenen Ordner „Steuerbescheide“, evt. mit Unterordner nach Speditionen und legen Sie die Anhänge einfach da rein.
Mir ist das zu dezentral, weil man über Kanzlei Rechnungswesen nicht darauf zugreifen kann, aber ok. Am Ende braucht es zum Prüfen nur der Wirtschaftsprüfer und Betriebsprüfer und die greifen dann sowieso über eine Daten-CD oder Zugangsberechtigung auf die kompletten Belege in Datev Online zu.
Ich denke, das ist keine so schlechte Lösung und könnte zum Einsatz kommen vor Möglichkeit 1
3. Möglichkeit:
Wir bewegen den Spediteur dazu, die Steuerbescheid als Anhang in die ZUGFeRD Rechnung zu integrieren. Das wäre meiner Meinung nach die einzig richtige Lösung. Da aber die meisten Unternehmen beim Thema E-Rechnung noch hinter dem Mond leben, denke ich, dass die beste Lösung gleichzeitig die wenigste realistische Lösung sein wird.
3,5. Möglichkeit
, dass Datev künftig mehr als eine Vereinbarung am Buchungssatz zulässt. Verknüpfung E-Rechnung und Verknüpfung Rechnungsbezogene Dokumente.
OK, das wäre dann die perfekte Lösung, weil man es selbst in der Hand hätte, ob der Lieferant kann oder nicht.
Aber wie schon bei 3, die perfekte Lösung scheitert vermutlich an Datev, weil die sich wieder hinter den Steuergesetzen verstecken und argumentieren werden, dass es nicht zulässig ist und der Lieferant gesetzlich verpflichtet ist und bla bla bla. Da erwarte ich ausser Preiserhöhungen eigentlich nichts.
Habt Ihr auch Erfahrung mit solchen Vorgängen und wie macht ihr das ?
VG