Moin,
ich meine, dass ich früher schon einmal einen Betrag in dieser Richtung gesehen habe, finde ihn aber nicht mehr.
Es geht mir um die Herkunft der Teilnehmer in der Community. Ich habe das Gefühl, dass immer mehr Teilnehmer nicht aus Steuerbüros kommen, so dass man m.E. schneller bei der Abgrenzung zu unerlaubten Steuerberatung landet als einem lieb ist. Leider ergibt sich teilweise erst später, dass man da einen unberatenen Steuerbürger zu fassen hat. Ich wäre daher sehr daran interessiert, wenn den Teilnehmern der Community bei Registrierung eine Rolle, ein Label, ein Tag oder wie auch immer man das heutzutage nennt, angeheftet wird, woraus sich ergibt, ob es sich um einen Kanzlei-Mitarbeiter, einen Mandanten oder "nur" um einen Steuerbürger handelt.
Ich teile mein Wissen gerne, einen wissbegierigen Azubi bilde ich sogar gern aus, aber ich möchte ehrlich gesagt meine Arbeitszeit nicht für einen Mitbürger einsetzen, dem der Gang zum Berater nicht teuer ist.
Den Gedanken finde ich nicht schlecht, wie soll das aber überprüft werden?
Da meldet sich ein Bürger an und kreuzt an Mitarbeiter Steuerbüro. Also auch nicht wirklich aussagekräftig. 🤔
Naja...es ist ja ein DATEV-Forum...vielleicht kann DATEV ja im Hintergrund (also bei Anmeldung) die Beraternummer abfragen, wenn MA oder StB "angekreuzt" wird? Ist auch nicht zu 100% sicher, aber würde es schon eingrenzen, denke ich. Ich glaube nicht, dass viele meiner Mandanten wissen, was eine Beraternummer ist oder wo sie die im Zweifel finden.
@steme schrieb:vielleicht kann DATEV ja im Hintergrund (also bei Anmeldung) die Beraternummer abfragen, wenn MA oder StB "angekreuzt" wird?
Das würde aber auch nur funktionieren, wenn man sich über DATEV-Login (Smartcard usw.) oder die Kanzlei-Mail registriert. Bei der privaten Mail-Adresse, Verknüpfung mit dem Google- oder Facebook-Konto läuft die Prüfung dann schon ins Leere.
/e: Nur zum Verständnis, "im Hintergrund" bedeutet für mich, dass die/der User:in nichts davon mitbekommt. Wenn das Formular offen nach der Nummer fragt, wäre das nicht "im Hintergrund". 😉
@wwinkelhausen schrieb:
so dass man m.E. schneller bei der Abgrenzung zu unerlaubten Steuerberatung landet als einem lieb ist.
Der Gedanke macht mich schon bisschen traurig 😢 aber nun gut. Breaking The Law ist wohl nicht cool 😜. Lustig aber: IT Berater darf sich jeder nennen, oder? Ist im Grunde 1:1 vom Thema das Gleiche (beides mehr als hochkomplex mittlerweile) aber nun gut - wir hinken da thematisch bisschen nach in Sachen EDV und IT 😂.
Aber beim Grundsatz wäre ich dabei, dass man als IT-DATEV-Berater gleich sieht, welche Möglichkeiten DATEV zur Verfügung stellt, weil nicht alle mit Kanzlei Rechnungswesen aka 1 Rechnungswesen mit allen Funktionen buchen.
Damit sind wir genau da, wo wir bei Ablösung der "alten" Newsgroup durch die Comminity mal gestartet sind.
In der Newsgroup konnte jeder posten ohne sich anzumelden, es musste nur eine E-Mail Adresse angegeben werden. Mit der SmartCard ging das auch, dann mit Klarnamen, ohne weitere Anmeldung. Dafür war die Newsgroup für Google und Co. nicht durchsuchbar. Insoweit war das mit dem Klarnamen auch in Ordnung.
Was dann nicht in Ordnung war, war das Gebaren von DATEV bei bestimmten Fragen einen Servicekontakt zu erstellen und den dann auch noch zu berechnen.
Die Community ist von Google und Co. durchsuchbar und ich möchte hier nicht mit meinem Klarnamen auftreten da ich mich nicht hinter einer Sozietät oder Gesellschaft "verbergen" kann, die Mandanten müssen ja nun nicht alles wissen.
Das Absaugen von Wissen ist nun einmal immanenter Teil des Internets, dagegen war und ist kein Kraut gewachsen. Zu unterscheiden wer nun in welcher Funktion unterwegs ist fällt manchmal schwer und derjenige, der die Fragestellung so aufbaut das der Verdacht entsteht, es würde hier auf eine kostenlose Beratung angelegt, darf sich nicht wundern wenn er eine entsprechend scharfe Antwort erhält. Ich bin da recht leidenschaftslos.
Daher kann es bleiben wie es ist.
@wwinkelhausen schrieb:Ich habe das Gefühl, dass immer mehr Teilnehmer nicht aus Steuerbüros kommen
Ja, ist aber auch nicht schlimm! Ich bin halt auch nur Bibu in einem Unternehmen, darf man dann hier sein oder nicht?
@wwinkelhausen schrieb:so dass man m.E. schneller bei der Abgrenzung zu unerlaubten Steuerberatung landet als einem lieb ist.
Ich gebe meinen Wissensstand ab - egal ob richtig oder falsch - weil es m.E.n. dieses Forum dazu gibt darüber zu diskutieren. Wer als Lernbox im Sinne von "Du bekommst auf Deine Frage immer die richtige Antwort" versteht, der versteht in meinen Augen das "Community" falsch.
@wwinkelhausen schrieb:Ich wäre daher sehr daran interessiert, wenn den Teilnehmern der Community bei Registrierung eine Rolle, ein Label, ein Tag oder wie auch immer man das heutzutage nennt, angeheftet wird, woraus sich ergibt, ob es sich um einen Kanzlei-Mitarbeiter, einen Mandanten oder "nur" um einen Steuerbürger handelt.
Das nennt sich Stempel aufdrücken und ich dachte da will man im digitalen Zeitalter davon wegkommen (da steckt jetzt mehr im Satz als vielleicht erkennbar ist...) 😄
@wwinkelhausen schrieb:Ich teile mein Wissen gerne, einen wissbegierigen Azubi bilde ich sogar gern aus, aber ich möchte ehrlich gesagt meine Arbeitszeit nicht für einen Mitbürger einsetzen, dem der Gang zum Berater nicht teuer ist.
Da stimme ich allerdings voll und ganz zu! Grundsätzlich fände ich es auch von Haus aus richtiger wenn sich StB-MA's erst an den StB oder Kollegen wenden und Nicht-StB-MA's erst einmal an die zuständige Kanzlei. Oder alternativ einfach mal Fachportale wie Haufe abonnieren und dort lesen. Ich abonniere zudem Fachzeitschriften und lese auch so zB Deubner etc...
Aber wie gesagt: Ich sehe das als Diskussionsplattform wie gewisse Dinge umgesetzt werden können und als Meinungsaustausch. Daher stimme ich zu, auch wenn ich dann als vielleicht "ungebildetes Mitglied" da stehe 😄
@metalposaunist schrieb:
Der Gedanke macht mich schon bisschen traurig aber nun gut. Breaking The Law ist wohl nicht cool
Lustig aber: IT Berater darf sich jeder nennen, oder? Ist im Grunde 1:1 vom Thema das Gleiche (beides mehr als hochkomplex mittlerweile) aber nun gut - wir hinken da thematisch bisschen nach in Sachen EDV und IT.
Berater ist aber ein ungeschützter Begriff den sich in der Tat jeder Depp (Du nicht) auf die Brust tackern und dafür auf mal 500 Euro Stundenlohn fordern darf. Dagegen ist StB, WP und RA eine geschützte Berufsbezeichnung und daher darf sich da eben nicht jeder so nennen 😉
Und ja, grundsätzlich muss ich schon sagen: Ich bin zwar nicht immer glücklich das es so stringent ist, aber doch oftmals froh das man ein Beratungsverbot kennt. Wenn mich ein Bekannter anspricht "Du bist auch SFA oder BiBu, kannst Du dann nicht meine EStE machen?", dann sage ich gerne "ja wollen schon, darf es aber nicht". Beste Ausrede ever um nicht sagen zu müssen "Für jeden, aber nicht für Dich" 😄
Die Vorgänger der aktuellen Community kenne ich nicht und kann daher nichts dazu sagen.
An der Qualität der Fragestellung kann man leider auch nicht erkennen, ob man jemanden am anderen Ende hat, der die Fachkenntnisse zumindest haben sollte. Das merke ich tagtäglich an den internen Fragen.
Bei eindeutigen Fällen kommt von mir auch ein entsprechender Kommentar. Aber es gibt leider genügend Fälle, die sich am Anfang genügend tarnen können.
Die Konsequenz daraus ist doch, dass ich mich rein auf die Beantwortung von Programmnutzungsfragen konzentriere und fachliche Fragen, bei denen ich den Absender nicht kenne, ignoriere.
Nein, ich denke wir reden da aneinander vorbei...
Ich hatte an so etwas gedacht wie: Bist du bei einem Steuerberater tätig? ja - nein
Bei ja: Dann verrate uns doch eure/eine eurer Beraternummern: Beraternummer eingeben -> hier Prüfung durch DATEV, ob es sich um eine existente Beraternummer handelt (nicht ob Person xy tatsächlich dort arbeitet) -> Stempel drauf: höchstwahrscheinlich MA/StB
nein oder keine Beraternummer angegeben: MA-Status/Stb-Status nicht verifizierbar (o.ä.)
Dann kann jeder für sich entscheiden wie weit er/sie dann bei Auskünften gehen möchte.
Das ist selbstverständlich kein 100%iger Schutz, kann und soll es aber auch hier gar nicht sein, denke ich, eben weil es ja eine frei zugängliche Community ist - wäre aber ja vielleicht eine Idee mit der @wwinkelhausen und ähnlich denkende/fühlende gut umgehen könnten.
Und: Ich habe keine Ahnung wie aufwändig sowas in der Umsetzung ist. 😉
Edith: Mit "im Hintergrund" meinte ich, dass das nicht öffentlich einsehbar passiert, sondern quasi im Dialog mit dem Anzumeldenden.
... man sollte es hier nicht allzu 'eng sehen', welchen 'Background' jemand genau hat.
Nach wenigen Sätzen wird meist sowieso klar, 'woher der Wind weht' und wenn man Bedarf sieht, kann man ja sein eigenes 'Segel' danach ausrichten.
Ob jemand nur 'Nehmer-Qualitäten' hat oder auch Produktives beitragen kann, stellt sich sehr schnell heraus ...
... und das hat nichts mit der 'Rolle' zu tun, sondern nur mit den Kernkompetenzen des betreffenden Community-Mitglieds und der Bereitschaft und der Fähigkeit zu kommunizieren