3 Antworten Neueste Antwort am 22.07.2019 09:39 von heinz.bleyer

    Umlage für Planwerte

    ikem Neuling

      Guten Tag zusammen,

       

      wir führen mit einer Vielzahl von Mitarbeitern unterschiedliche Projekte aus und haben jedem Mitarbeiter/jeder Mitarbeiterin sowie jedem Projekt eine Kostenstelle zugeordnet. Die Ergebnisse auf den einzelnen Kostenstellen werten wir über die Chefübersicht aus, welche wir mit Ist-Werten und Plan-Werten bestücken.

      Bei den Ist-Werten, welche aus der Buchhaltung generiert werden, legen wir die Personalkosten über Umlagen von den Mitarbeiterkostenstellen auf die einzelnen Projekte um.

      Dieses würden wir nun auch gerne mit den Plan-Werten tun, haben die entsprechende Funktion aber bislang nicht finden können.

       

      Vielleicht noch folgender wichtiger Hinweis: Wir arbeiten als Verein mit dem SKR 49.

       

      Können Sie uns an dieser Stelle weiterhelfen?

       

      Herzlichen Dank im Voraus!

      • 0. Re: Umlage für Planwerte
        heinz.bleyer DATEV-Mitarbeiter

        Hallo Frau Holzgrebe,

         

        leider gibt es keine Möglichkeit, die Planwerte über eine Umlage zu verteilen, wie das bei den Ist-Werten der Fall ist. Ich kann Ihnen aber zwei Alternativen anbieten, die Ihnen das manuelle Ausrechnen der Umlagen-Belastungen pro Kostenstelle/-träger bei den Planwerten ersparen. Allerdings erfordert dies ein völlig anderes Vorgehen, als Sie es von den Umlagen bei den Ist-Werten kennen.

         

        Wenn noch keine Planwerte erfasst wurden, erfassen Sie diese in nicht unter Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte, sondern in einem KOST-Stapel. So gehen Sie vor:

        1. Duplizieren Sie das KOST-System, für das die Planwerte erfasst werden sollen, den Bestand des aktuellen Jahres, für das die Planwerte erfasst werden sollen und nennen Sie das neue KOST-System zum Beispiel "Planung". Wie Sie ein KOST-System duplizieren können ist im Dokument Kostenrechnung in einen anderen Mandantenbestand kopieren / KOST-System duplizieren beschrieben. Wählen Sie aber entgegen dieser Beschreibung nicht "Stamm- und Bewegungsdaten", sondern "Nur Stammdaten" beim Importieren.
        2. Öffnen Sie die Zeilenstruktur, lassen diese über Bestand | Seitenansicht in der Seitenansicht anzeigen und drucken sie aus.
        3. Da die Planwerte als KOST-Stapel erfasst werden und anstelle der IST-Werte bei der BAB-Berechnung berücksichtigt werden sollen, muss der Zugriff auf die FIBU-Buchungen deaktiviert werden. Wechseln Sie dazu in das neue KOST-System "Planung" und entfernen Sie unter Stammdaten | Kosten- und Leistungsrechnung | Steuerungsdaten in der Rubrik FIBU-Buchungen den Haken bei Buchungen aus der FIBU auswerten ab Monat (MM/JJJJ).
        4. Erfassen Sie im neuen KOST-System die Planzahlen im KOST-Stapel (Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Stapel). Im Feld „Betrag“ erfassen Sie den Planwert, im Feld „Konto“ ein Konto aus der Kontenabfrage, im Feld „Kostenstelle“ die Kostenstelle, deren Zeilenwert Sie planen. Weitere Eingaben wie zum Beispiel Gegenkonto sind nicht erforderlich.
        5. Verarbeiten sie den Stapel (pro Monat ein Stapel).
        6. Lassen Sie den BAB für den Abrufmonat 12 und den Zeitraum 01-12 (bei abweichendem Wirtschaftsjahr entsprechend Wirtschaftsjahresbeginn und –ende). ERGEBNS: Die Umlagen werden gerechnet.
        7. Wählen Sie im Original-KOST-System Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte.
        8. Öffnen Sie das Kontextmenü (rechte Maustaste) und wählen Sie Monatswerte bearbeiten | Ist-Werte aus anderem Bestand übernehmen. Übernehmen Sie die Ist-Werte aus dem KOST-System „Planung“ (das sind ja die von Ihnen erfassten Planwerte). ERGEBNSI: Die dort berechneten Ist-Werte stehen jetzt unter Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte.

        Sie könnten im KOST-System „Planung“ natürlich auch nur die Umlagen (Basiszeilen) planen. Falls Sie variable Umlagen haben, müssen Sie dann auch die Bezugszeilen planen. Anhand der händischen Eingabe im KOST-Stapel könnten Sie die Planwerte auch in einer Excel-Datei erfassen und diese dann per ASCII-Import einspielen.

         

        Wenn bereits Planwerte vorhanden sind gehen Sie so vor:

        1. Duplizieren Sie das bestehende KOST-System wie oben unter Punkt 1. beschrieben.
        2. Exportieren Sie die bestehenden Planwerte in eine ASCII-Datei. Wie Sie KOST-Planwerte in eine Datei exportieren ist im Dokument Planwerte in Datei exportieren beschrieben.
        3. Wechseln Sie in das zweite KOST-System und deaktivieren Sie den Zugriff auf die FIBU-Buchungen, wie oben unter Punkt 3. beschrieben.
        4. Importieren Sie ASCII-Datei in das zweite KOST-System als monatliche KOST-Stapel und verarbeiten Sie diese Stapel. Hierfür müssen Sie evtl. ein individuelles ASCII-Format einrichten.
        5. Berechnen Sie den BAB des zweiten KOST-Systems. ERGEBNIS: Jetzt werden auch die Werte für die Umlagen mitgerechnet.
        6. Wechseln Sie in das Original-KOST-System.
        7. Wählen Sie Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte.
        8. Wählen Sie im Kontextmenü Monatswerte bearbeiten | Ist-Werte aus anderem Bestand übernehmen und übernehmen Sie die IST-Werte aus dem zweiten KOST-System (das sind ja die von Ihnen erfassten Planwerte).
        9. Berechnen Sie den Betriebsabrechnungsbogen. ERGEBNIS: Die im zweiten KOST-System berechneten Werte inklusive der berechneten Umlagewerte stehen jetzt unter Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte in Ihrem Original-KOST-System.

         

        Leider können zu einem Community-Beitrag keine Dateien angehängt werden. Falls Sie mir aber Ihre E-Mail-Adresse an Kostenrechnung@service.datev.de schicken, sende ich Ihnen gerne zwei ausführliche Anleitungen zu den oben beschriebenen Vorgehensweisen.

         

        Mit freundlichem Gruß

         

        Heinz Bleyer

        Produktmanagement und Service Kostenrechnung

         

        DATEV eG

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          • 1. Re: Umlage für Planwerte
            heinz.bleyer DATEV-Mitarbeiter

            Hallo Frau Holzgrebe,

             

            leider gibt es keine Möglichkeit, die Planwerte über eine Umlage zu verteilen, wie das bei den Ist-Werten der Fall ist. Ich kann Ihnen aber zwei Alternativen anbieten, die Ihnen das manuelle Ausrechnen der Umlagen-Belastungen pro Kostenstelle/-träger bei den Planwerten ersparen. Allerdings erfordert dies ein völlig anderes Vorgehen, als Sie es von den Umlagen bei den Ist-Werten kennen.

             

            Wenn noch keine Planwerte erfasst wurden, erfassen Sie diese in nicht unter Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte, sondern in einem KOST-Stapel. So gehen Sie vor:

            1. Duplizieren Sie das KOST-System, für das die Planwerte erfasst werden sollen, den Bestand des aktuellen Jahres, für das die Planwerte erfasst werden sollen und nennen Sie das neue KOST-System zum Beispiel "Planung". Wie Sie ein KOST-System duplizieren können ist im Dokument Kostenrechnung in einen anderen Mandantenbestand kopieren / KOST-System duplizieren beschrieben. Wählen Sie aber entgegen dieser Beschreibung nicht "Stamm- und Bewegungsdaten", sondern "Nur Stammdaten" beim Importieren.
            2. Öffnen Sie die Zeilenstruktur, lassen diese über Bestand | Seitenansicht in der Seitenansicht anzeigen und drucken sie aus.
            3. Da die Planwerte als KOST-Stapel erfasst werden und anstelle der IST-Werte bei der BAB-Berechnung berücksichtigt werden sollen, muss der Zugriff auf die FIBU-Buchungen deaktiviert werden. Wechseln Sie dazu in das neue KOST-System "Planung" und entfernen Sie unter Stammdaten | Kosten- und Leistungsrechnung | Steuerungsdaten in der Rubrik FIBU-Buchungen den Haken bei Buchungen aus der FIBU auswerten ab Monat (MM/JJJJ).
            4. Erfassen Sie im neuen KOST-System die Planzahlen im KOST-Stapel (Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Stapel). Im Feld „Betrag“ erfassen Sie den Planwert, im Feld „Konto“ ein Konto aus der Kontenabfrage, im Feld „Kostenstelle“ die Kostenstelle, deren Zeilenwert Sie planen. Weitere Eingaben wie zum Beispiel Gegenkonto sind nicht erforderlich.
            5. Verarbeiten sie den Stapel (pro Monat ein Stapel).
            6. Lassen Sie den BAB für den Abrufmonat 12 und den Zeitraum 01-12 (bei abweichendem Wirtschaftsjahr entsprechend Wirtschaftsjahresbeginn und –ende). ERGEBNS: Die Umlagen werden gerechnet.
            7. Wählen Sie im Original-KOST-System Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte.
            8. Öffnen Sie das Kontextmenü (rechte Maustaste) und wählen Sie Monatswerte bearbeiten | Ist-Werte aus anderem Bestand übernehmen. Übernehmen Sie die Ist-Werte aus dem KOST-System „Planung“ (das sind ja die von Ihnen erfassten Planwerte). ERGEBNSI: Die dort berechneten Ist-Werte stehen jetzt unter Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte.

            Sie könnten im KOST-System „Planung“ natürlich auch nur die Umlagen (Basiszeilen) planen. Falls Sie variable Umlagen haben, müssen Sie dann auch die Bezugszeilen planen. Anhand der händischen Eingabe im KOST-Stapel könnten Sie die Planwerte auch in einer Excel-Datei erfassen und diese dann per ASCII-Import einspielen.

             

            Wenn bereits Planwerte vorhanden sind gehen Sie so vor:

            1. Duplizieren Sie das bestehende KOST-System wie oben unter Punkt 1. beschrieben.
            2. Exportieren Sie die bestehenden Planwerte in eine ASCII-Datei. Wie Sie KOST-Planwerte in eine Datei exportieren ist im Dokument Planwerte in Datei exportieren beschrieben.
            3. Wechseln Sie in das zweite KOST-System und deaktivieren Sie den Zugriff auf die FIBU-Buchungen, wie oben unter Punkt 3. beschrieben.
            4. Importieren Sie ASCII-Datei in das zweite KOST-System als monatliche KOST-Stapel und verarbeiten Sie diese Stapel. Hierfür müssen Sie evtl. ein individuelles ASCII-Format einrichten.
            5. Berechnen Sie den BAB des zweiten KOST-Systems. ERGEBNIS: Jetzt werden auch die Werte für die Umlagen mitgerechnet.
            6. Wechseln Sie in das Original-KOST-System.
            7. Wählen Sie Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte.
            8. Wählen Sie im Kontextmenü Monatswerte bearbeiten | Ist-Werte aus anderem Bestand übernehmen und übernehmen Sie die IST-Werte aus dem zweiten KOST-System (das sind ja die von Ihnen erfassten Planwerte).
            9. Berechnen Sie den Betriebsabrechnungsbogen. ERGEBNIS: Die im zweiten KOST-System berechneten Werte inklusive der berechneten Umlagewerte stehen jetzt unter Erfassen | Kosten- und Leistungsrechnung | KOST-Planwerte in Ihrem Original-KOST-System.

             

            Leider können zu einem Community-Beitrag keine Dateien angehängt werden. Falls Sie mir aber Ihre E-Mail-Adresse an Kostenrechnung@service.datev.de schicken, sende ich Ihnen gerne zwei ausführliche Anleitungen zu den oben beschriebenen Vorgehensweisen.

             

            Mit freundlichem Gruß

             

            Heinz Bleyer

            Produktmanagement und Service Kostenrechnung

             

            DATEV eG

            • 2. Re: Umlage für Planwerte
              ikem Neuling

              Guten Tag Herr Bleyer,

               

              leider komme ich erst jetzt dazu mich auf Ihre Antwort zu meiner Frage zurückzumelden. Ihre schnelle und umfangreiche Antwort mit der Beschreibung des Vorgehens hat uns sehr weitergeholfen. Herzlichen Dank dafür!

               

              Im weiteren Verlauf ist eine weitere Frage aufgekommen: Ist es möglich Umlagen zu importieren?

               

              Mit freundlichen Grüßen

               

              Franziska Holzgrebe

              • 3. Re: Umlage für Planwerte
                heinz.bleyer DATEV-Mitarbeiter

                Guten Tag Frau Holzgrebe,

                 

                es freut mich, dass ich Ihnen mit meiner Auskunft zur Umlage mit Planwerten weiterhelfen konnte. Zu Ihrer weiteren Frage, ob es möglich ist, Umlagen zu importieren: Leider nein. Die Stammdaten der Kostenrechnung betreffend können Relevante Konten, Zeitreihen (Stammdaten), Kontenverteilungen, Verteilschlüssel und Umlagen nicht importiert werden.

                 

                Mit freundlichem Gruß

                 

                Heinz Bleyer

                Produktmanagement und Service Kostenrechnung

                 

                DATEV eG